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Entwicklung des Menschen im Mutterleib - Das Wunder des Lebens


1) Zeitraum: Eisprung bis zur Teilung des Ei



1) Der Eisprung:
In jedem Monat im Leben einer Frau wiederholt sich (bis ca. zum 50.Lebensjahr) der Eisprung, insgesamt etwa 400 Mal. Wahrscheinlich ist es Zufall, in welchem der beiden Eierstöcke der Eisprung stattfindet, es kommt mitunter auch vor, daß sich die Eierstöcke regelmäßig abwechseln. Die Mehrzahl der Eizellen wird jedoch niemals genutzt. Die meisten haben prinzipiell dieselbe Fähigkeit zur Befruchtung, aber sie reifen nie ganz, sondern gehen teilweise unter.
Der Eisprung an sich ist ein dynamischer Prozess, der innerhalb weniger Minuten abläuft. Ein Teil der dem Bauchraum zugekehrten Wand der Eiblase (Follikel) platzt, und die Flüssigkeit, mit der die Eiblase gefüllt ist, fließt heraus - zusammen mit Millionen von Zellen, die in der Eiblase weibliche Geschlechtshormone produziert haben. Mitten in dieser enormen Menge von Zellen ist das Ei die kostbarste Fracht der Eiblase. Es ist umgeben von Tausenden von schützenden Zellen, die für das Milieu und die Nährstoffversorgung des Eis verantwortlich sind.

Das Ei ist winzig klein, kleiner als ein Stecknadelkopf.

2) Ankunft und Reifung im Eileiter
Mehrere Stunden vor dem Eisprung hat der Eileiter die Information erhalten, wo genau auf der Oberfläche des Eierstocks der Eisprung stattfinden wird. Der Trichter des Eileiters hat sich zurechtgelegt, um das Ei aufzufangen und zu verhindern, daß es im Bauchraum verschwindet. Die weichen Fransen des Trichters gleiten unablässig über die Oberfläche des Eierstocks und scheinen die verschiedenen chemischen Botschaften in den Substanzen dort zu untersuchen. Die ganze Schleimhautoberfläche im Eileiter ist von feinen Flimmerhärchen bedeckt, die alle in das Innere des Eileiters gerichtet sind. Sie bilden eine Art Sog für die Flüssigkeit, die von der Eiblase kommt und weitere Informationen in Form chemischer Signale liefert, durch die sich die Wände des Eileiters rhythmisch zusammenzuziehen beginnen. Dieses Zusammenziehen hilft den Flimmerhärchen, das Ei aufzufangen.
Die Beweglichkeit des Eileiters kann erheblich eingeschränkt werden, wenn die Frau einmal eine Eileiterentzündung hatte. Während des Heilungsprozesses bilden sich dann um den Eileiter herum Verwachsungen, die es dem Eileiter erschweren, das Ei aufzufangen. Nachdem das Ei im Eileiter angekommen ist, findet es ein Milieu vor, in dem es ebenso gut gedeiht wie in der Eiblase. Es reift jetzt immer mehr und bereitet sich auf die Begegnung mit dem Spermium vor. Dabei rollt es langsam an die Oberfläche der Schleimhautfalte. Wenn der Eierstock vom Gehirn unzureichende Information bekommen hat und zur Zeit des Eisprungs mehr als ein Ei freigesetzt wird, kann die Frau Zwillinge oder Drillinge bekommen. Diese wären dann zweieiig und würden sich nicht ähnlicher wie normale Geschwister sehen. Bei Eineiigen Zwillingen teilt sich das Ei nach der Befruchtung in 2 gleiche Teile.

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3) Wanderung der Spermien
Das Ei im äußeren Teil des Eileiters ist nur ca. 24 Stunden befruchtungsfähig. Wenn es in dieser Zeit auf kein Spermium trifft, geht es kaputt und wird bei der nächsten Menstruationsblutung herausgespült.
Beim Geschlechtsverkehr, dem Startschuss des Spermien-Wettlaufes, werden etwa 500 Millionen Spermien zur Öffnung des Gebärmutterhalses in den hinteren Teil der Scheide geschleudert. Die Spermien benötigen in der Regel einige Stunden von der Scheide zum Eileiter zu gelangen, wobei sie eine Strecke zwischen 15-18 cm zurücklegen müssen. Es gibt auch manchmal einige "Schnellschwimmer", die den Eileiter bereits in einer halben Stunde erreichen können.
Andere machen unterwegs Pausen und treffen auf verschiedene Hindernisse. Der Gebärmutterhals ist mit einem schwer bezwingbaren Schleimpfropfen versperrt und an den Wänden gibt es Nischen und Sackgassen. Viele Spermien besitzen eine schlechtere Kondition und werden schnell müde. Der größte Teil schafft es nicht weiter als bis hier her. Die wenigen Millionen, die es weiter packen werden sich bald mit den weißen Blutkörperchen auseinandersetzen müssen. Die weißen Blutkörperchen sind starke Waffen in der Immunabwehr der Frau, und töten alles was dem Körper fremd ist - unter anderem auch männliche Spermien.
Während ihrer Schwimmtour verändern sie allmählich ihre Eigenschaften - beeinflusst von Substanzen im Gebärmutterhals, der Gebärmutter und dem Eileiter. Die Spermien wurden "kapazitiert", das bedeutet, sie haben die Befruchtungsfähigkeit erlangt. Wenn sich noch kein Ei im Eileiter befindet, schwimmen die Spermien im weiten Teil des Eileiters hin und her und warten, manchmal mehrere Tage. Einige geraten durch den Eileitertrichter sogar in den Bauchraum und trudeln zwischen Darm und anderen Organen herum. Mikroskopische Untersuchungen ergaben, dass bei der Ankunft des Eis im Eileiter keine besondere chemische Anziehungskraft auf die Spermien wirkt. Die lange Überlebensdauer der Spermien erlaubt es, dass ein vor 5 Tagen vollzogener Beischlaf zur Befruchtung führen kann. Die Chance für eine Schwangerschaft ist aber größer, wenn der Beischlaf mit dem Eisprung zusammenfällt, weil dann der Schleim des Gebärmutterhalses und der Gebärmutter besonders geschmeidig ist. Somit können die Spermien leichter zum Ei gelangen.
Nur ein Spermium kann ins Ei eindringen und es befruchten.
Im Kopf des Spermiums befindet sich die Erbmasse des Mannes, 23 Chromosomen.



4) Die erste Begegnung Ei und Spermium - Die Eizelle wird "entkleidet":

Die Eizelle ist immer noch von der Hülle mit Nahrungszellen umgeben, wenn die ersten Spermien eintreffen. Ein Teil der Nahrungszellen hat seine Arbeit getan und ist auf dem Weg durch den Eileiter abgefallen, aber es sind noch zu viele vorhanden, als daß die Spermien eindringen könnten. Deshalb beginnt nun der "Striptease". Die Mütze der Spermien (Akrosom) verschwindet stufenweise und Enzyme werden freigesetzt die dem Ei beim Entkleiden helfen.
Die Elitemannschaft, die nur noch aus einigen hundert übrig gebliebenen Spermien besteht, ist nun angekommen und hat das Ei, umgeben von einer porösen Hülle aus Nahrungszellen, entdeckt. Sie greift eine Zellschicht nach der anderen an, wobei viele Spermien zugrunde gehen. Nach einigen Stunden ist ein Teil der Zellschichten abgefallen, und die Eioberfläche schimmert durch.
Die Eizelle ist noch mit einer Hülle von Nahrungszellen (gelb) umgeben.
5) Eindringen eines Spermiums in das Ei
Das Ei des Menschen hat, gleich dem eines Vogels, eine Art Schale, die zäh und elastisch ist. Im Normalfall sind etwa 10 Spermien dabei, die Schale zu durchbohren, wenn plötzlich ein einziges (der Gewinner) sie ganz durchdringt und in das Zellplasma im Eiinnern eindringt. Nun organisiert sich die genetische Information von Eizelle und Spermium neu. Die Kerne von Ei und Spermium verschmelzen zu einem Zellkern mit komplettem, 46-teiligem Chromosomensatz - eine vollständige Neukombination aus dem Erbgut der Vorfahren, die den Bauplan für ein neues Individuum enthält. Die befruchtete Eizelle heißt "Zygote" und etwa 0,15 Millimeter groß. Nach dem Eindringen des "Siegerspermiums" in der Eizelle ändert sich innerhalb weniger Minuten die chemische Zusammensetzung der Eihülle, so dass die übrigen Spermien ausgeschlossen werden, selbst wenn sie die Hülle schon fast durchdrungen haben. Dies geschieht, damit nur ein Spermium das Ei befruchtet - mehr als Ein Satz Chromosomen wäre für das Ei katastrophal. Die Spermien, die draußen bleiben mussten und denen der Zugang so rigoros verwehrt wurde, umschwärmen das Ei noch mehrere Tage lang, und sterben dann schließlich ab. Man geht davon aus, dass diese Spermien dazu beitragen ein gewisses chemisches Milieu aufzubauen, dass wichtig für das Ei auf dem Weg durch den Eileiter ist.

Von beiden Spermien ist nur noch der Schwanz zu sehen. Für das führende Spermium sind es nun nur noch ein paar Minuten bis zum Ziel.

6) Die Befruchtung - Ein neues Leben beginnt

Nachdem der Gewinner im Ei eingedrungen ist, hat der Schwanz (nach ca. 20.000 Bewegungen) seinen Dienst getan und wird abgestoßen. Der Kopf des siegreichen Spermiums hat die genetische Botschaft in einem kleinen Kern gespeichert. Auch die Erbmasse des Eis hat sich in einem entsprechenden kleinen Kern konzentriert. In diesen Kernen gibt es runde Strukturen, wo die DNA-Mitteilungen kopiert werden. Sogar gewisse Reparaturen von transportgeschädigten Genen finden statt. Die innere Masse der Zelle bewegt sich kräftig, gleichsam um die Erbmassen des neuen Menschen zusammenzuzwingen. Zuerst liegen die Kerne weit voneinander entfernt, der Kopf des Spermiums am Rand und der Eikern im Zentrum, aber langsam nähern sie sich und verschmelzen. In diesem Moment wird das Geschlecht, sämtliche Merkmale und Eigenschaften, Talente, usw. festgelegt - ein neuer, einmaliger und unverwechselbarer Mensch ist entstanden! Diesen Menschen hat es nie zuvor gegeben und wird es auch nie wieder geben.

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7) Teilungen des Ei
Anschließend werden die Außenwände der Kerne aufgelöst, und alles verschwindet im Plasma der Eizelle. Nur einige Stunden nachdem die Kerne verschmolzen sind, teilt sich das Ei zum erstenmal. Es hat jetzt 2 Zellen, jede von ihnen enthält die Erbanlagen von Mutter und Vater. Diese Teilung wiederholt sich alle 12-15 Stunden. Wenn die Zygote etwa 16 Zellen besitzt, verformt sie sich zur hügelig-rauen "Morula", die ihren Namen von der ähnlich aussehenden Maulbeere hat und etwa 0,2 Millimeter groß ist.
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