Hilfe für schwangere Frauen
 

Das ungeborene Kind
 

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Argumente zum Thema Abtreibung


1. Meinungen und Denkanstöße

Achtung: Die folgenden Argumente rund um das Thema Abtreibung sind nicht als erhobene Zeigefinger oder Bevormundungen zu verstehen, sondern dienen lediglich als kleine Denkanstöße.

These
   Meinung
1.)
Mein Bauch gehört mir, und da bestimme ich ganz alleine drüber!
2.)
Der Embryo ist doch nur ein Zellklumpen der erst noch zu einem Mensch werden muss. Er ist nicht, was er erst wird. So wie eine Raupe noch kein Schmetterling ist.
3.)
Gegen Abtreibung zu sein, ist einfach nur frauenfeindlich!
4.)
Das Kind im Mutterleib ist noch kein vollständiger Mensch. Dazu fehlt ihm noch das echte "Person-Sein"!
5.)
Da das Ungeborene Kind nicht selbständig lebensfähig ist, und von einer bestimmten Person (Mutter) direkt abhängig ist, ist es auch nicht mit einem Menschen gleichzusetzen!
6.)
Selbst die Natur selektiert mit Hilfe von Fehlgeburten. Somit tut man bei Abtreibung im Prinzip nur etwas, was auch die Natur macht!
7.)
Aber, viele Frauen sind ja auch durch Vergewaltigung schwanger geworden!
8.)
Wohin mit dem Kind? Ich gehe noch zur Schule, bin im Studium, in der Lehre, im Beruf. Ich kann kein Kind gebrauchen!
9.)
Abtreibung ist ok, wenn das Baby behindert zur Welt kommen soll!
10.)
Es gibt doch die schonende Abtreibungspille Mifegyne!
11.)
Eine Abtreibung ist eine bequeme Lösung: Nach kurzer Zeit ist alles vorbei, und dann geht das Leben wieder seinen normalen Gang!
12.)
Abtreibung kann so schlimm nicht sein, es machen doch soviele und auch der Staat erlaubt es!
13.)
Ich kann doch bei dieser Bevölkerungsexplosion kein Kind in die Welt setzen!
14.)
Wir können kein Kind finanzieren! Ich kann meinem Kind doch nichts bieten!
15.)
Ich lasse mich auch von der Kirche nicht bevormunden. Ich entscheide nach meinem Gewissen!
16.)
Wir müssen helfen, nicht strafen. Ein Verbot von Abtreibungen würde die Abtreibungszahlen nicht senken und würde nur die Zahl der illegalen Abtreibungen bei "Kurpfuschern" erhöhen!
17.
Die Frauen müssen sich eigenverantwortlich für oder gegen ein Kind entscheiden. "Ob Kinder oder keine, bestimmen wir alleine!"
18.)
Jedes Kind hat das Recht, erwünscht zu sein. Ich werde dem Kind niemals Liebe schenken können - eine Abtreibung wäre für alle Beteiligten wirklich das Beste!
19.)
Man kann doch keinem Kind eine Adoption antun!
20.)
Ein Kind ist für uns zur Zeit undenkbar und schädigt nur unsere Beziehung. Mein Partner würde das nicht akzeptieren
21.)
Es gibt Situationen, in welchen der Frau das Austragen der Schwangerschaft nicht zuzumuten ist!
22.)
Warum habe ich noch nie etwas von PAS ("Post Abortion Syndrom", Trauma nach Abtreibung) gehört?
23.)
Abtreibung ist eine rein private Sache!.
24.) Es wird verantwortungsvoll gehandelt, wenn zum Wohle aller eine Schwangerschaft abgebrochen wird?
25.)
Die Abtreibungsgegner verurteilen doch nur die Frauen, die abgetrieben haben, anstatt ihnen zu helfen. Ausserdem hört man immer wieder von militanten Übergriffen auf Abtreibungsärzte!




1.) Mein Bauch gehört mir, und da bestimme ich ganz alleine drüber!

www.pro-leben.de

Das stimmt, der Bauch gehört jedem selber! Dies trifft zumindest auf permanente Organe und Eingeweide wie z.B. Magen, Niere, Milz, Leber, usw. zu.
Der Inhalt der Gebärmutter aber, ein einmaliger und eigenständiger Mensch mit eigenen körperlichen und geistigen Anlagen, die vom Augenblick der Befruchtung an eingeprägt worden sind, gehört niemandem. Das Kind ist bei der Mutter zu Gast, um von ihr Herberge und Nahrung zu erhalten.
Jede einzelne Zelle, aus der das ungeborene Kind besteht, ist klar vom Körper der Mutter unterscheidbar. Das Baby hat z.B. einen eigenen Blutkreislauf, ein eigens schlagendes Herz, ein eigenes Immunsystem; es kann eine andere Blutgruppe als die Mutter haben,.... in 50 % der Fälle hat es nicht einmal das gleiche Geschlecht!
Mit welchem Recht werden dann bei uns diese kleinen Menschen getötet? Der Mutterleib ist nur eine Zwischenstation im Leben eines jeden Menschen. Dieser Platz, wo sich ein Kind wohl fühlen müsste, ist zum gefährlichsten Platz eines jeden menschlichen Lebens geworden. Paradox ist nur folgendes: Gesetzlich ist es verboten sich z.B. mit Absicht einen Finger abzuschlagen, im Gegenzug ist es aber erlaubt ein kleines Kind, das im eigenen Bauch heranwächst, zu zerstückeln!
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2.) Der Embryo ist doch nur ein Zellklumpen der erst noch zu einem Mensch werden muss. Er ist nicht, was er erst wird. So wie eine Raupe noch kein Schmetterling ist.
Die moderne Naturwissenschaft ist sich einig: Mit der Verschmelzung von menschlicher Ei- und Samenzelle beginnt die Lebensgeschichte eines Menschen, einer einmaligen, einzigartigen Person, deren menschliches Wesen sich zu keinem Zeitpunkt der Entwicklung ändern wird. In diesem Moment werden Geschlecht, Aussehen, z.B. Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße aber auch  Begabungen, Charakter, ja selbst die wahrscheinliche Lebensdauer des Menschen festgelegt. Was sich ändert, ist das Erscheinungsbild, seine äußere Gestalt: Ein Erwachsener sieht anders aus als ein Säugling. Diesen Menschen hat es vorher noch nie gegeben und wird es auch in Zukunft nie wieder geben. Er ist einmalig und einzigartig. Die Würde, die einem Menschen zukommt, ist unabhängig von der Größe und vom Alter des Menschen. Das Recht auf Leben von Parametern wie Größe, Alter etc. abhängig zu machen, ist reine Willkür.
Es gibt in der ganzen Entwicklung des Embryos keinen Zeitpunkt mehr, wo der Unmensch zum Mensch, wie z.B. eine Raupe zu einem Schmetterling, wird. Der Mensch durchlebt nicht wie ein Schmetterling eine Metamorphose. Ein Kind darf nicht wie ein Pickel oder Tumor behandelt werden, den man einfach so entfernen kann, wenn einem nicht danach zumute ist.

Kein Arzt sagt zur Frau: "Ich zeige ihnen jetzt den "Zellhaufen, aus dem später Ihr Kind entsteht", sondern er sagt: "Ich zeige ihnen ihr Kind, Sie sehen schon den Kopf, die Arme, die kleinen Füße." Sogar in der Abtreibungsklinik redet man, wenn man das Kind meint, verschämt von "die Schwangerschaft", aber nicht von einem Zellhaufen! Beim Ultraschall ist der Bildschirm so gestellt, dass die Frau ihn nicht sehen kann! Warum wohl, was wäre schlimm, wenn sie den "Zellhaufen" sieht? Wenn es ein Mensch ist, gibt es keine "Frage", dass er das Recht auf Leben hat, er hat es! Und wenn es nur Zellhaufen ist, ist es ebenfalls "keine ethische Frage", ein Zellhaufen hat keine Rechte!
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3.) Gegen Abtreibung zu sein, ist einfach nur frauenfeindlich!
Ganz im Gegenteil: Frauen werden durch ihre Abtreibung nur benutzt. Die einzelnen Körperteile und Organe werden zu guten Preisen verkauft, es wird mit ihnen geforscht oder Cremes damit hergestellt. (siehe auch: News - Fleischverwertung) Das ist ein riesiges finanzielles Geschäft, welches hinter verschlossenen Türen stattfindet. Die Frau wird finanziell nicht einmal daran beteiligt. Es gibt mittlerweile (vor allem in den USA) einige feministische Gruppen, die sich gegen Abtreibung einsetzen.
Außerdem: Durch die relativ problemlose Möglichkeit einer Abtreibung ist die Frau dem Druck ihres persönlichen Umfeld (Eltern, Chef, Freund, Mann...) schutzlos ausgesetzt. Konnte sie früher noch sagen: "Wegen dir komme ich doch nicht in den Knast" sagen jetzt alle: "Treib doch ab, ist doch nichts dabei". Das Umfeld, welches auf Abtreibung drängt, möchte sich oftmals nur die Mühe und Aufwendungen, welches das Kind verursacht, vom Hals halten und ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Fein heraußen sind derzeit eigentlich nur die Väter, die sich ihrer Verantwortung bequem entledigen.
Die Erlaubnis des Gesetzgebers hat das Unrechtsbewusstsein einer Abtreibung zerstört. Man ist gemeinläufig der Auffassung, dies wäre ein Mittel, das Rad der Zeit einfach ein bißchen zurückzudrehen, um das Versehen der Schwangerschaft zu korrigieren. Über die Folgen weiß niemand etwas, weil Frauen nach Abtreibung sich schämen, darüber zu reden und die Abtreibungsindustrie dagegen kämpft. Die Abtreibung wird als Lösung präsentiert (Fristenlösung, Indikationslösung, Problemlösung). Einige Probleme werden event. mit einer Abtreibung gelöst. Dafür entstehen aber sofort neue, größere und v.a. irreparable Probleme.
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4.) Das Kind im Mutterleib ist noch kein vollständiger Mensch. Dazu fehlt ihm noch das echte "Person-Sein"!
Man beobachtet immer mehr die Argumentation, Menschenrechte zugunsten eines Konzepts der „Personenrechte“ aufzugeben. Dem Embryo werde dann nicht mehr das Menschsein, aber das Personsein abgesprochen. Die Theorien verschiedener Bioethiker besagen, dass ein Mensch erst bestimmte qualitative Kriterien erfüllen müsse, um als Person zu gelten. Folgende Theorien stehen u.a. im Raum:

  • Peter Singer (Australien)
    -> Kernpunkt: Vernunft und Bewußtsein seiner selbst.
  • Joseph Fletscher
    ->Kernpunkt: ein Minimum an Intelligenz, Selbstwahrnehmung, Selbstbeherrschung, Zeitgefühl, Neugier usw.
  • Michael Tooley
    -> Kernpunkt: Fähigkeit, Freude und Schmerz zu empfinden, Wünsche zu äußern, sich der Sprache zu bedienen.
  • Mary Ann Warren (USA):
    -> Bewußtsein: Objekte und Gegenstände außerhalb und innerhalb seiner selbst wahrzunehmen, v.a. Schmerz zu fühlen.
    -> Überlegen: Die ausgebildete Fähigkeit, neue und relativ komplexe Probleme zu lösen.
    -> Aktivität aus eigenem Antrieb.
    -> Mitteilungen aller Art und Aussendung von Botschaften.
    -> Selbstbilder: Vorhandensein von Selbstbildern und Bewußtsein seiner selbst, als Einzelwesen oder Rasse.

Für wen gelten Menschenrechte, Wer ist eine Person? Das Ungeborene? Das Neugeborene? Der Schwerstkranke? Der Hirntote? Der Wachkomapatient? Der Sklave? Der Schlafende? Sind diese nur biologisch Mitglied der Spezies Mensch? Hat ein ungeborenes oder neugeborenes Kind nur die Anlage zum Person-Werden? Darf man Menschen, die nicht mehr als Personen gelten, töten, wenn ihr Tod für andere nützlich ist (z. B. als Organlieferanten)? Wie wenn jemand kommt und behauptet: „Für mich ist das keine Person"? Weil es immer mehr Menschen ins Nützlichkeitsdenken paßt, werden alle menschliche Erfahrung und kulturelle Entwicklung ignoriert. Man stellt willkürliche Kriterien auf - ..die mir wichtig sind" - gleich einem Raster, durch den diejenigen fallen, die hindurchfallen sollen. Menschenrechte werden nicht verliehen, sondern anerkannt. Zum Grundrecht auf Leben gehöre es, dass man es unabhängig vom Urteil anderer besitze. Alles andere ist Willkür.

Wir sind Wesen, die sich als Person verhalten können. Vor vielen Jahren waren wir kleine Neugeborene und davor ein noch kleineres Kind im Bauch unserer Mutter. Unsere Möglichkeiten haben sich ständig vermehrt, weil sich die uns innewohnende Fähigkeit des Personverhaltens entwickelt hat; aber wir sind trotzdem dieselbe Person geblieben. Nur als Person entwickelt man die Fähigkeit des Personverhaltens. Die grundlegende Realität ist also das Person-Sein. Das personale Sein ist moralisch entscheidend, nicht das Personverhalten. Der derzeit schlafende Erwachsene ist derselbe, der einst ein Embryo und eine Zygote war. Die Zygote hat die wesentliche Struktur für diese Grundlage; eine Struktur, die sich entfalten, wachsen, sich entwickeln und reifen wird, was seine Zeit braucht. Das zygotische Ich kann noch nicht richtig atmen, aber es hat die unentwickelte Fähigkeit zum Atmen. Dieses zygotische Ich kann auch nicht denken oder lieben wie ein Erwachsener, aber es hat die unentwickelte Fähigkeit dazu. Dies gilt z.B. auch für einen frisch geborenen Säugling. Ein Wesen am Anfang seiner Entwicklung kann unmöglich schon im Besitz dessen sein, was es erst durch diese Entwicklung erlangen soll. Aber, es ist bereits derjenige, der später als Person funktionieren wird.

Wenn wir einen anderen Menschen lieben, dann umfaßt unsere Liebe den gesamten Menschen, nicht nur seine Rationalität oder seine Fähigkeit zum Person-Verhalten. Wir lieben seine individuelle Art des Seins, die sich auf viele Weisen ausdrückt, z.B. durch Gesten, Gesichtszüge, den Klang seiner Stimme, den Ausdruck seiner Augen, uvm.. Wenn jemand, den ich liebe, in Vollnarkose liegt, ist er immer noch derselbe, der ganze Mensch. O.g. Bioethiker begehen den Fehler, den Menschen als bloß biologische Kategorie anzusehen, weil sie davor einen anderen, noch grundsätzlicheren Fehler gemacht haben, nämlich Person mit Personverhalten zu verwechseln. Wenn man den Begriff Person von dem Begriff Mensch trennt, dann bleibt tatsächlich nur eine biologische Gattung übrig. Eine potentielle Person gibt es nicht, wohl aber ein potentielles Personverhalten. Das Ei und die Samenzelle sind Vorbereitung auf eine neue Person. Sie sind nicht diese Person in potentieller Form, weil sie überhaupt keine Personen sind. Zwischen Samen- und Eizelle und dem Menschen als Zygote liegt eine radikale Zäsur: die Entstehung eines neuen personalen Menschen durch Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Es ist unrecht, wenn ein Weißer verlangt, daß ein Mensch weiß sein muß, um als Mensch zu gelten. Ebenso ist es unrecht, wenn ein Mensch mit Personverhalten verlangt, daß eine Person unbedingt ein bestimmtes Personverhalten zeigen muß.
Hier zeigt sich ganz eindeutig die Service-Philosophie, die Betroffene, etwa nach einer Abtreibung, rechtfertigen will.
Es ist immer Unrecht, wenn Menschen ihre Macht und ihr Können ausnutzen, um andere, Schwache zu benachteiligen, besonders wenn das zum Tod des Benachteiligten führt.

Es ist immer Unrecht, bei einem Menschen die Unfähigkeit zum Personverhalten auszunutzen, indem man ihn benachteiligt und ihm die volle Achtung, die jedem Menschen zusteht, verweigert. Eltern, die der Meinung sind, daß ihr neugeborenes Kind oder ihr noch ungeborenes Kind wegen einer Behinderung kein sinnvolles Leben vor sich hat, oder die die zusätzliche Last der Pflege nicht auf sich nehmen wollen, können sich die Theorie der agierenden Person zu eigen machen und den Leistungsgedanken dazu nutzen, ihr Kind zur Nichtperson zu erklären und seine Vernichtung zu rechtfertigen. Auch der Staat profitiert davon und verfolgt die gleichen Interessen wie diese Eltern (Ballastexistenzen). Wer kann sich da noch sicher fühlen? Wer die Macht hat, kann das Entwicklungsniveau festsetzen, bei dem man als Person zählt. Ärzte töten Ungeborene, nicht umgekehrt. Die Devise heißt: „Macht vor Recht!"
Die einzig wahre Alternative: Ehrfurcht vor der Würde eines jeden Menschen als Person - weil ihm Personsein eigen ist!
Welche Bedeutung die Menschenwürde hat, kann man sehen und erst eigentlich ermessen, wenn sie verweigert oder angegriffen wird. Sklaverei, Kindesmißhandlung, sexuelle Belästigung und Vergewaltigung sind erdrückende Beispiele. Es ist niederträchtig, die körperliche Unfähigkeit eines Menschen auszunutzen. Ein Mensch ist Person, er hat die inhärente Würde der Person, ob er nun die entsprechenden Fähigkeiten hat oder nicht. Die Unfähigkeit eines Menschen auszunutzen heißt, seine Würde zu verletzen. Wir schulden jedem Menschen, jeder Person gegenüber die gleiche Achtung, ob ungeboren, behindert, alt oder krank.
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5.) Da das Ungeborene Kind nicht selbständig lebensfähig ist, ist es auch nicht mit einem Menschen gleichzusetzen!
Die Tasache, dass der Embryo von der Mutter abhängig ist, ist natürlich vollkommen richtig. Doch sagt das etwas darüber aus, ob man ein Kind abtreiben darf oder nicht? Auch ein Säugling oder Kleinkind, kann ohne Hilfe anderer nicht überleben. Unfallgeschädigte können manchmal nur durch Maschinen am Leben erhalten werden. Behinderte brauchen fremde Hilfe. Alte und Kranke kommen nicht ohne andere aus. Darf man all diese dann deswegen einfach umbringen, nur weil sie nicht alleine lebensfähig wären?
Es ist unlogisch, dass eine Frau, die ihr Kind kurz nach der Frühgeburt umbringt, ins Gefängnis kommt und als Mörderin kriminalisiert wird und die andere, die im gleichen Entwicklungsstadium des Kindes eine Spätabtreibung macht, straffrei bleibt.
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6.) Selbst die Natur selektiert mit Hilfe von Fehlgeburten. Somit tut man bei Abtreibung im Prinzip nur etwas, was auch die Natur macht!
Man muss davon ausgehen, dass es sich hier um eine natürliche Sterblichkeitsrate des Menschen in seinem frühesten Stadium handelt. Dies gibt aber noch lange keine Berechtigung, deshalb zu sagen, dass das kein Mensch sei, und diese natürliche Sterblichkeitsrate künstlich durch Abtreibung zu erhöhen. Man würde doch auch nicht die Säuglingstötung freigeben wollen, nur weil die Säuglingssterblichkeit relativ hoch (in Bezug auf Erwachsene) sei.
Nur weil es etwas in der Natur gibt, haben wir noch lang keine Berechtigung, es künstlich nachzumachen. Dazu ein Beispiel: Lawinen kommen in der Natur vor. Folgende Situation: Zwei Skifahrer sterben bei zwei Lawinenabgängen. Im ersten Fall hat "die Natur" die Lawine ausgelöst (z.B. weil der Schnee zu weich war), im zweiten Fall hat jemand absichtlich einen Schneeball den Hang hinunterrollen lassen und so gezielt die Lawine ausgelöst. Sollte dieser jetzt freigesprochen werden, denn er hat ja nur das getan, was die Natur auch gemacht hat. Man kann das Ganze sogar noch weiterführen: Jeder Mensch stirbt einmal - und zwar zu hundert Prozent. Auch das ist "Call of Nature". Sollen wir jetzt jede Art von Mord und Totschlag straffrei stellen, da ohnehin keiner von uns ewig hier auf Erden lebt und der Mörder ja nur vorwegnimmt, was früher oder später sowieso eingetreten wäre? Ausserdem: Die Natur tötet durch Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen, Gewitter, usw. Vorgänge in der Natur stellen keine Rechtfertigung dar, diese 1:1 nachzuahmen.
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7.) Aber, viele Frauen sind ja auch durch Vergewaltigung schwanger geworden!
Laut dem Bundesamt für Statistik wurden in der BRD im Jahr 2003 von 128 030 Abtreibungen 97,3% nach der sogenannten „Beratungsregelung“ durchgeführt. 2,7 % fallen auf die Medizinische Indikation und 0,020 % (26 Abtreibungen) fallen unter die kriminologische Indikation (Vergewaltigung).
Leider werden diese wenigen Fälle aber missbraucht, um bei der Abtreibungsfrage Stimmung zu machen und zu manipulieren. Bei den meisten Diskussionen taucht dieser Aspekt völlig überdimensioniert auf. In sachlichen Auseinandersetzungen um das Thema Abtreibung sollte die kriminologische Indikation mit ihrem Promilleanteil an Abtreibungen eigentlich nicht die Hauptrolle spielen.
Eine Vergewaltigung ist sicherlich der Alptraum einer jeden Frau. Jedem Opfer muss geholfen und der Täter auf das Schärfste bestraft werden. Trotzdem könnte man auch hier folgende Gedanken anführen: Das gezeugte Kind kann nichts dafür bei einer Vergewaltigung entstanden zu sein. Warum muss nach dem Verbrechen der Vergewaltigung noch jemand unschuldig getötet werden? Warum muss nach dem Ausüben der Gewalt an der Frau auch noch Gewalt an ihrem Kind ausgeübt werden?
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8.) Wohin mit dem Kind? Ich gehe noch zur Schule, bin im Studium, in der Lehre, im Beruf. Ich kann kein Kind gebrauchen.
Für Schwangere in Not gibt es staatliche, kirchliche und private Hilfsangebote. Zahlreiche Organisationen und Initiativen der sogenannten Lebensrechtsbewegung bieten ihre Hilfen an. Ausserdem gibt es genügend Adoptiveltern die gerne ein Kind hätten, aber nie eines bekommen werden, weil es einfach zu wenig Kinder gibt. Wenn man auf Kosten eines kleinen Menschen sein Leben plant, ist das sehr egoistisch gedacht. Man geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen. Selbstbestimmung der Frau oder des Mannes, führt zu einer Fremdbestimmung über das Kind.
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9.) Abtreibung ist ok, wenn das Baby behindert zur Welt kommen soll!
Das erinnert sehr an schlimme vergangene Zeiten, wo auch Behinderten und Kranken das Recht auf Leben abgesprochen wurde. Es gibt genügend Fälle, wo eine Fruchtwasseruntersuchung auf eine Behinderung des Kindes hindeutete, dann aber doch ein gesundes zur Welt kam. Da gesetzlich gesehen Behinderte auch später abgetrieben werden dürfen, haben auch einige die Abtreibung überlebt und sind dann teilweise gezielt vom Arzt umgebracht worden. Siehe Bildergalerie bzw. Abtreibungsbabys.
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10.) Es gibt doch die schonende Abtreibungspille Mifegyne!
Diese Abtreibungsform ist vielleicht für die Physe der Frau schonender, weil kein chirurgischer Eingriff erfolgt, keineswegs aber für die Psyche. Selbst Fachleute und Abtreibungsbefürworter empfehlen nur Frauen mit einer starken Psyche diese Methode. Ausserdem stehen die Frauen bei dieser Methode unter Zeitdruck, und da ist dann eine gut durchdachte Entscheidung kaum möglich. Zudem sollte man nicht vergessen, dass auch hier ein einmaliges Menschenleben getötet wird.
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11.) Eine Abtreibung ist eine bequeme Lösung: Nach kurzer Zeit ist alles vorbei, und dann geht das Leben wieder seinen normalen Gang!
Der Grossteil der Frauen bereut diesen Schritt, das eigene Kind getötet zu haben, ein Leben lang. Leider kann man sowas nicht mehr rückgängig machen. Viele kommen darüber nicht hinweg und verfallen in Depressionen. Mit der häufigste Grund, warum Frauen sich in psychiatrische Behandlung geben müssen ist eine vorherige Abtreibung! Was hat das mit echter und langfristiger Hilfe für die Frauen zu tun? Die Mutter ist immer das 2. Opfer einer jeden Abtreibung. Abtreibung löst keine Probleme sondern schafft nur noch andere, erheblich größere und vor allem irreparable Probleme. Abtreibung scheint auf den ersten Blick eine schnelle, bequeme Lösung zu sein. Dies ist es aber nicht, wie die Realität beweisst. Schnell und bequem ist die Abtreibung derzeit eigentlich nur für die Väter, die sich ihrer Verantwortung somit ganz problemlos entledigen können.
Beachte: Die Mutter wird ein Leben lang an das abgetriebene Kind denken, die Aussenwelt hat es meistens nach einigen Wochen vergessen.
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12.) Abtreibung kann so schlimm nicht sein, es machen doch soviele und auch der Staat erlaubt es!

www.pro-leben.de

Nur ein toter Fisch schwimmt mit dem Strom. Es geschehen auch viele Verbrechen auf der Welt. Es wird gemordet, mit Drogen gedealt, Vergewaltigungen passieren, usw.. Auch wenn diese Sachen ständig vorkommen, bleiben sie immer noch schlecht und verwerflich! Der Staat wird von Menschen regiert, die sich täuschen und blenden lassen können.
Im Prinzip könnte jedes Recht, auch jedes Menschenrecht jeden Augenblick beseitigt werden, wenn eine Mehrheit dies für zweckmäßig erachtet. Die Wahrheit bedarf keiner Mehrheit. Dass sich das Unrecht der Abtreibung eingebürgert hat, heißt aber nicht, dass es deshalb zum Recht geworden ist. Gesetze werden von Menschen gemacht - Moralische Grundsätze sollten dabei aber niemals achtlos über Bord geworfen werden.
Im Römischen Reich durften Eltern ihre Kinder nach der Geburt töten, ganz legal. Vor 150 Jahren hatten die Weißen in den USA das Recht, Sklaven wie Vieh zu kaufen und zu verkaufen. Das war auch legal. Im Dritten Reich war die Ausmerzung von Juden und Zigeunern legal. Nicht alles, was legal ist, ist menschenwürdig.
Viele Systeme und Gesetze sind schon zugrunde gegangen, weil der Mensch auf Dauer kein Unrecht aushält. Früher oder später wird auch die Fristenregelung fallen - und so wie wir heute mit Entsetzen auf die Sklaverei oder auf die Massenmorde unseres Jahrhunderts zurückblicken, so werden sich die kommenden Generationen dafür schämen, dass wir unseren eigenen Kindern das Recht auf Leben verwehrt haben.
Mit der Legalisierung der Abtreibung wird den schwangeren Frauen in Not nicht jene Hilfe zuteil, die sie wirklich brauchen. Wird der Druck auf jene Frauen nicht noch größer, wenn gleichsam von der öffentlichen Hand ein „einfacher Einstieg“ zur Abtreibung angeboten wird? Die Humanität erfordert eine Hilfe, die eine wirkliche Perspektive für die Zukunft darstellt. Abreibung stellt nicht nur im Hinblick auf das ungeborene Kind ein Übel dar, sondern auch die Frau ist letztlich oft die Leidtragende. Übrigens: Ein ungeborener Mensch kann schon eine Erbschaft antreten. Ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Lebenszeichen des ungeborenen Säuglings festgestellt werden kann (z.B. Herztöne ab der 3.Woche) ist es möglich, diesen im Testament zu begünstigen. D.h. jeder Mensch kann schon weit vor Geburt etwas erben!
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13.) Ich kann doch bei dieser Bevölkerungsexplosion kein Kind in die Welt setzen!
Probleme mit der Überbevölkerung gibt es in der 3. Welt. Je ärmer die Familien, umso größer das Bemühen der Eltern, ihr Alter durch Kinder zu sichern. Diesen Ländern muss geholfen werden indem das Sozialsystem verbessert wird, und weitere Hilfen von den reichen Ländern an diesen geschehen.
Bei uns ist genau das Gegenteil der Fall. Zur Zeit bekommt jede Frau statistisch gesehen im Durchschnitt in der BRD 1,4 Kinder! (Unter 2,2 Kinder sinkt die Bevölkerung). Die Bevölkerung der BRD (wie in allen anderen Industrienationen) schrumpft immer mehr. (siehe u.a. „SPIEGEL“ Ausgabe: Ende August 1999) Wenn wir keine Zuzüge von Ausländern hätten, wäre unsere Bevölkerung noch dramatischer geschrumpft. Die Folgen: Die Gesellschaft wird immer älter und immer weniger Junge müssen für immer mehr Alte aufkommen - Stichwort Alterspyramide. Irgendwann kommt es dann zum Crash des Sozialsystemes. Jedes Kind tut unserer Gesellschaft gut.

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14.) Wir können kein Kind finanzieren! Ich kann meinem Kind doch nichts bieten!
In unserer Wohlstandsgesellschaft ist dieses Argument, sich kein Kind finanzieren zu können, nicht haltbar. Es gibt genügend finanzielle Hilfen seitens des Staates oder anderer Organisationen (siehe auch in der Rubrik "Hilfe/Adressen").
Glück ist nicht abhängig von materiellen Gütern oder gegenwärtigen Lebensumständen. Vielmehr zählt der Charakter der Eltern dem Kind Möglichkeiten aufzuzeigen, wie es sein Leben meistern muss! Dies ist am besten erreicbar mit einer guten Erziehung und der Vermittlung von Werten und Tugenden. Was braucht ein Kind mehr, als daß es Liebe erfährt? Und dies Mühen kosten finanziell überhaupt nichts. Materiell verwöhnte Kinder, die jeden Wunsch erfüllt bekommen, sind bekanntermaßen keineswegs glücklicher und gleich gar nicht zufriedener.
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15.) Ich lasse mich auch von der Kirche nicht bevormunden. Ich entscheide nach meinem Gewissen!
Bei dem Gebot: "Du sollst nicht töten" handelt es sich nicht um ein Kirchengebot, sondern um ein Gebot Gottes und zugleich um das Naturrecht des Menschen auf Leben. Ein fehlgeleitetes Gewissen kann nicht die oberste Instanz und Norm sittlichen Verhaltens sein. Die höchste Norm menschlichen Verhaltens ist immer das göttliche Gesetz. Jeder kann sich im Prinzip auf sein Gewissen herausreden, um Verantwortung abzuschieben. Bei jemanden, der eine Abtreibung ohne erkennbare Reaktion "wegstecken" kann, dessen Seele ist mit hoher Wahrscheinlichkeit verhärtet und das Gewissen erblindet: Wenn jemand eine Verletzung nicht einmal mehr spürt, müssen die Nervenbahnen zerstört sein - die Wunde ist besonders schlimm!
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16.) Wir müssen helfen, nicht strafen. Ein Verbot von Abtreibungen würde die Abtreibungszahlen nicht senken und würde nur die Zahl der illegalen Abtreibungen bei "Kurpfuschern" erhöhen!
Eine internationale Studie zum Schwangerschaftsabbruch von Dipl. ing. agr. Gisela Bührer und François Geinoz (Download der komplette Studie bei www.abortions.ch) kam ganz klar zum gegenteiligem Ergebnis:

www.pro-leben.de

Je liberaler ein Gesetz und die Abtreibungspraxis gehandhabt wird, desto mehr Abtreibungen werden durchgeführt! (siehe Grafik).

Ausserdem zeigten die Erfahrungen der Länder, in denen Abtreibung legalisiert wurde, dass nach Wegfall der Strafandrohung die Zahl der Abtreibungen sprunghaft in die Höhe schnellte und sich vervielfachte (siehe Tabelle).
Das Freigeben einer Straftat wird niemals die Anzahl dieser Straftat senken. Folgender Vergleich passt hier ganz gut:
Es gibt Leute, die einen Einbruchsdiebstahl verüben wollen und es nur deswegen nicht machen, weil sie Angst haben, von der Fassade abzustürzen. Sollen wir als Lösung nun das Zusperren von Haus- und Wohnungstüren verbieten, damit die Einbrecher sich beim Absturz nicht das Genick brechen? Sicher nicht, denn eine Unterstützung von Unrechtstaten von staatlicher Seite hat in einem Rechtsstaat nichts verloren. Würde Vater Staat nun den Einbrechern derart entgegenkommen, würde das Unrechtsbewußtsein schnell schwinden; die Leute werden denken, daß Einbruchsdiebstahl ja gar nicht so ein schlimmes Delikt sei, da ja sogar der Staat sowas unterstützt - und die Zahl der Einbruchsdiebstähle wird steigen, und zwar sprunghaft. Man unterschätze nie die bewußtseinsbildende Kraft des Rechts!
Fakt ist: Was nicht bestraft wird, wird getan. Menschliches Leben zu töten, ist eine kriminelle Tat, ein Verbrechen. Höchstes Rechtsgut aber ist das Leben eines Menschen.Was würden wir tun, wenn unser Leben strafrechtlich nicht mehr geschützt wäre? Das Strafrecht wirkt sittenerhaltend. Die Praxis und Vergangenheit hat dieses Argument deutlich widerlegt. Wichtig wäre außerdem: Bedingungen zu schaffen, dass Kinder keine finanzielle Hürde und keinen gesellschaftlichen Abstieg mehr darstellen und schwangere Frauen mit allen Möglichkeiten zu unterstützen.


Land

Jahr des Registrierungs-beginns

Anzahl Abtr. bei Registrierungs-
beginn = 100 %

Jahr der jüngsten Daten zum SSA

Anzahl Abtr. im Jahr der jüngsten Daten

Veränderung

Niederlande

1984

18.700

2000

27.205

+ 45 % in 16 Jahren

Grossbritannien

1970

91.819

2000

197.341

+ 115 % in 30 Jahren

Frankreich

1975

33.454

1997

163.985

+ 390 % in 22 Jahren

Italien

1980

207.644

1998

123.617

- 40 % in 18 Jahren

Spanien

1987

16.766

1999

58.399

+ 248 % in 12 Jahren

Deutschland

1996

130.899

2000

134.609

+ 3 % in 4 Jahren

USA

1967

57.160

2000

1.373.700

+ 2'303 % in 33 Jahren

Kanada

1970

11.152

1999

109.378

+ 881 % in 29 Jahren

Quelle: Internat. Studie zum Schwangerschaftsabbruch von Dipl. ing. agr. Gisela Bührer und François Geinoz

Selbstverständlich kann man mit Strafen alleine Abtreibungen nicht verhindern. Ebenso viel oder wenig wie Einbrüche, Alkohol am Steuer, Steuerhinterziehung, Betrug... etc. Der Staat verfügt im wesentlichen nur über dieses Instrument, um gesetzwidriges Verhalten zu unterbinden. Daher werden Diebstahl, Steuerhinterziehung, Falschparken... bestraft. Strafe dient dem Schutz der Rechtsgüter.
Übrigens
: Die Anzahl der Todesfälle durch illegale Abtreibungen wurde von bestimmten Organisationen nur künstlich hochgetrieben, um eine Abtreibungsfreigabe zu erreichen... (siehe auch Taktiken/Hintergründe).


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17.) Die Frauen müssen sich eigenverantwortlich für oder gegen ein Kind entscheiden. "Ob Kinder oder keine, bestimmen wir alleine!"
Eltern haben die Pflicht zu überlegen, ob sie es verantworten können, einem Kind das Leben zu schenken.Diese Überlegungen müssen aber vor der Zeugung eines Kindes angestrengt werden. Ist ein Kind empfangen, hat der Mann bzw. die Frau kein Recht, den Tod dieses Kindes zu beschließen. Über das Leben eines anderen Menschen zu verfügen, zu entscheiden, ob er getötet werden soll oder nicht, ist nicht Selbstbestimmung, sondern Fremdbestimmung. Wenn man schwanger wird hat man bereits ein Kind. Der Unterschied besteht darin, ob man sich für ein lebendes Kind entscheidet oder ob man sein Kind umbringen lässt.
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18.) Jedes Kind hat das Recht, erwünscht zu sein. Ich werde dem Kind niemals Liebe schenken können - eine Abtreibung wäre für alle Beteiligten wirklich das Beste!
Was heißt unerwünscht? Unerwünscht vom Mann, von den Eltern der Schwangeren heißt nicht unbedingt unerwünscht von der jungen Mutter - und umgekehrt. Unerwünscht, wenn man von der Schwangerschaft erfährt, heißt nicht unerwünscht ein paar Monate später. Die Erfahrung lehrt: Sobald man sich für das Kind entscheidet, wächst die Freude über den Nachwuchs. Außerdem: Es gehört zum Leben, mit Unerwartetem, ja Schwerem zurechtzukommen.
Die Annahme des Kindes ist ein Entwicklungsprozeß, der mit der Schwangerschaft beginnt. Die meisten anfänglich nicht gewünschten Kinder werden mit genauso viel Liebe angenommen wie die sogenannten Wunschkinder. Wunschkinder machen sogar häufig Erziehungsschwierigkeiten, wenn sie den überspannten Vorstellungen der Eltern nicht entsprechen.
Übrigens: Jeder Mensch kann theoretisch Depressionen bekommen und sogar Selbstmord begehen - dieses lässt sich aber in der Schwangerschaft noch nicht voraussehen! Es gibt tausende Gründe, depressiv zu werden - sollen wir nun nach dem Schrotflintenkonzept alle Babies umbringen, damit sie später ja nicht depressiv werden können?!

Tötung ist niemals ein Akt der Liebe: Tötung aus Liebe ist ein Widerspruch in sich. Aus Liebe tötet man keinen Menschen, sondern man nimmt ihn mit Liebe an und bemüht sich, seine Entwicklung zu fördern, auch wenn er nicht geplant war (wofür er schließlich nichts kann). Die Zuwendung oder Ablehnung, die wir dem Kind entgegenbringen, haben wir allein zu verantworten. Die Probleme der sogenannten "unerwünschten Kinder" sind in Wirklichkeit die Probleme unserer eigenen Gesellschaft. Wenn wir diese Probleme lösen wollen, müssen wir bei uns selber anfangen und nicht das Kind dafür büßen lassen. Durch Abtreibung lösen sich die Probleme unserer Gesellschaft nicht.
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19.) Man kann doch keinem Kind eine Adoption antun!
Es ist absurd, zu sagen, ein Adoptivkind solle besser abgetrieben werden, weil es ja vielleicht einmal leiden müsse?! Natürlich ist die Adoption kein einfacher Weg, aber er ist gehbar! Sicherlich wären die meisten Adoptivkinder lieber bei ihren leiblichen Eltern aufgewachsen, aber trotzdem sind die allermeisten froh das Leben meistern zu dürfen. Mittlerweile gibt es auch in Bezug auf Adoptionen sehr viele Hilfestellungen (u.a. www.adoption.de). Unzählige potenzielle Adoptiveltern sind vorhanden, die mangels Adoptivkinder nie Nachwuchs bekommen werden. Zudem ist es traurig, wenn viele Frauen sich nichts sehnlicher als ein Kind wünschen, aus Gesundheitsgründen keines bekommen können, im Gegenzug aber täglich Tausende Ungeborene "zerstückelt" werden!?
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20.) Ein Kind ist für uns zur Zeit undenkbar und schädigt nur unsere Beziehung. Mein Partner würde das nicht akzeptieren!
Leider übt oftmals der Partner bzw. das soziale Umfeld ungeheuren Druck auf die werdende Mutter aus, und drängt sie damit zu einer Abtreibung. In vielen Fällen ist die Frau nur das ausführende Organ (wenn sie sich dem Druck des Partners beugt) und lädt somit sicherlich weniger Schuld auf sich, als der Mann.
Sicher ist: Eine Abtreibung einem Mann zuliebe hat noch nie eine Beziehung gerettet und ein Mann der eine Frau zwingt sich so einem Eingriff zu unterziehen, DER!!! bringt den Knacks in die Beziehung und nicht ein Kind, ein Lebewesen, was einem so viel Freude bringen kann. Wenn ein Mann von seiner Partnerin verlangt, ihr eigenes Kind töten zu lassen, kann man sicherlich seinen Charakter in Frage stellen.
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21.) Es gibt Situationen, in welchen der Frau das Austragen der Schwangerschaft nicht zuzumuten ist!
Durch unerwünschte Schwangerschaften können tatsächlich Notsituationen entstehen, welche eine Frau schier überfordern. In diesen Fällen braucht es großzügige und unbürokratische Hilfe und das Mittragen des menschlichen Umfeldes. Abtreibung ist nie eine Lösung, sondern immer ein Unrecht. Für das ungeborene Kind ist die Abtreibung keine Zumutung, sondern ganz einfach das Ende. Vor dieser Tatsache muß die Notsituation der Mutter neu beurteilt werden. Die Lösung heißt: Schutz und Hilfe für Mutter, aber eben auch für das Kind.
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22.) Warum habe ich noch nie etwas von PAS ("Post Abortion Syndrom", Trauma nach Abtreibung) gehört?
Das Bestätigen dieser Krankheit, würde bedeuten, man müsste zugeben, dass Frauen nach Abtreibung leiden. Wie es der Frau nachher geht interessiert aber weder die Klinik noch das Umfeld. ("Wieso? Du wolltest es doch so? Das war doch deine Entscheidung...! Es war doch nur ein kleiner Eingriff und das bißchen Schwangerschaftsgewebe!"). Frauen spüren intuitiv, dass es sich um mehr als Schwangerschaftsgewebe handelt, welches sie aus ihrem Körper kratzen ließen. In Liedern und Gedichten gedenken sie ihrem Kind im Internet und versuchen mit Hilfe von Gesprächs- und Seelsorgegruppen wieder innerlich heil zu werden, damit ein normales Leben für sie wieder möglich ist. In virtuellen Foren (z.b. www.nachabtreibung.de) und Friedhöfen schaffen sie sich ein Ort, wo Trauer möglich und erlaubt ist. Das PAS ist aber nicht unnatürlich: Es ist lediglich eine gesunde Reaktion auf ein krankes Geschehen!
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23.) Abtreibung ist eine rein private Sache!
Von Mutter Teresa hat wird der Satz überliefert: "Die Abtreibung ist die größte Gefahr für den Weltfrieden!" Der Grund für diesen erschreckenden Satz ist wohl der: Die Gültigkeit des 5. Gebotes Gottes, das das Leben des Menschen schützt, kann man nicht willkürlich auf bestimmte Personengruppen hin einschränken, außer Kraft setzen oder abschwächen, wie es in der Geschichte oft genug geschah!
Vielmehr gilt für Gottes Gebot etwas Ähnliches wie das Gesetz der kommunizierenden Gefäße in der Physik: Wenn man Schwarze töten darf, dann auch Weiße und jeden anderen Menschen auch!
Karin Struck, die nach einer Abtreibung den langen Weg von einer linken Ideologin zur überzeugten Katholikin und Verehrerin von Papst Johannes Paul II. ging, brachte den Sachverhalt auf den Punkt: In ihrem berührenden Buch "Ich sehe mein Kind im Traum" schreibt sie: "Wenn man das Kalb töten kann, dann auch die Kuh!" Auf den Menschen bezogen: Wenn man den ganz kleinen Menschen töten darf, dann ist es nicht mehr wirklich begründbar, warum nicht auch einen ganz großen Menschen! Abtreibung führt mit einer moralisch zwingenden Logik zur Bereitschaft, auch Erwachsene zu töten!
Darum hat Mutter Teresa recht: Wenn man eine Gruppe Menschen zum Töten freigibt, ist die Schwelle überschritten, die den Krieg, das große Töten, auch möglich macht! Man könnte den jüdischen Satz: "Wer einen Menschen rettet, rettet die Welt" auch umdrehen und sagen: "Wer einen Menschen töten darf, darf alle töten." .
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24.) Es wird verantwortungsvoll gehandelt, wenn zum Wohle aller eine Schwangerschaft abgebrochen wird!
Ist es zum Wohle aller, wenn eine Leben aufhört zu bestehen? Ist es zum Wohle aller, wenn eine Frau nach einem solchen Schritt lange Zeit seelische Probleme hat? Ist es zum Wohle aller, wenn dann dadurch vielleicht eine ganze Familie leidet? Ist es zum Wohle aller, wenn eine Arzt dies tun muß, weil er eben Arzt ist?
Nein, es ist nicht zum Wohle aller, es ist im schlimmsten Fall zum Wohle Niemandens. Es ist oft zum Wohle von großen Sorgen und Problemen, die dadurch ausgelöst werden und auch das Wort "Verantwortungsvoll" passt hier in den allerseltensten Fällen, denn es ist nicht verantwortungsvoll solche Schuld auf sich zu laden, das erfahre ich so oft. Verantwortungsvoll ist für mich, zu ünterstützen, zu helfen und zu beten, um wo immer es möglich ist und so dazu beizutragen, dass Leben eben Leben darf, denn sonst würde es nicht Leben heißen, sondern Tod. Ein Großteil der Frauen, die ihr Baby abgetrieben haben würden heute nicht den Tod, sondern das Leben wählen und damit Verantwortungsvoll und zum Wohle aller handeln. .
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25.) Die Abtreibungsgegner verurteilen doch nur die Frauen, die abgetrieben haben, anstatt ihnen zu helfen. Ausserdem hört man immer wieder von militanten Übergriffen auf Abtreibungsärzte!
Niemand verurteilt die Frauen die abgetrieben haben. Gerade diesen muss geholfen werden. Nur die Tat ist schlecht, nicht aber der Mensch. Es empfindet auch niemand Hass in irgendeiner Form gegen irgendjemanden. Niemand möchte irgendjemanden bevormunden. Es geht einzig und allein darum, darauf aufmerksam zu machen, dass bei einer Abtreibung ein einmaliger Mensch getötet wird, und dass dieses Verhalten nicht korrekt ist. Es ist sicherlich nicht nötig zu erwähnen, dass jede Art von Gewalt gegenüber Abtreibungsärzte (wie sie in den Vereinigten Staaten bereits vorgekommen ist) aufs Schärfste zu verurteilen ist.
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2. Weitere Aspekte, die gegen eine Abtreibung sprechen

  • Das menschliche Leben beginnt mit der Befruchtung der Eizelle, da ist sich die Wissenschaft einig! --> dieses menschliche Leben ist ein Kind, nur ein kleines, dass noch wachsen muss.
  • Selbstbestimmung der Frau führt zu einer Fremdbestimmung über das Kind!
  • Es besteht auch die Möglichkeit das Kind zur Adoption freizugeben: --> Tausende Eltern warten vergeblich auf ein Adoptivkind, da es viel zuwenig davon gibt.
  • Das 2.Opfer jeder Abtreibung ist immer die Frau!
  • Die psychischen und körperlichen Folgen für die Frau nach einer Abtreibung können verheerend sein! -->Abtreibung löst nicht Probleme, sondern schafft nur noch größere! Die Schuldgefühle vieler Frauen nach einer Abtreibung kommen ja nicht von ungefähr.
  • In Deutschland werden offiziell ca. 110.000 Ungeborene jedes Jahr abgetrieben! (Die Dunkelziffer liegt mehr als doppelt so hoch). Man soll sich mal vorstellen, wenn diese Kinder leben durften, was das für eine Bereicherung für unser Land wäre, auch im Hinblick auf die Veralterung der Gesellschaft!
  • Man kann denn Frauen nie genug helfen, nur gerade mit den vielen Geldern, die für Abtreibung ausgegeben werden, könnte man noch viel mehr helfen und die Frauen unterstützen.
  • Man stelle sich vor die eigenen Eltern hätten einen damals aufgrund irgendeiner Notlage abgetrieben.
  • Wenn man die Abtreibung verharmlost, nur um Schuldgefühle zu unterdrücken, ist das der falsche Weg. Tötung kann niemals die richtige Lösung sein.
  • Natürlich gibt es auch Kinder die am Rande der Gesellschaft leben. Trotzdem sollte man jedem Kind wenigstens die Chance geben, es einmal besser zu machen und es nicht schon vorher mit dem Argument töten, dass es eh nur in der „Gosse“ gelandet wäre.
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Eines ist sicher:
Töten ist niemals der Weg, um ein Übel mit der Wurzel auszurotten. Töten ist niemals der Weg, um soziale, gesellschaftliche oder persönliche Probleme zu lösen. Ein Staat, der das Töten des ungeborenen Lebens zulässt, verlässt den Boden der Menschenrechte. Er stellt seine Demokratie in Frage, weil er eine bestimmte Menschengruppe vom strafrechtlichen Schutz ausschließt.
Abtreibung ist und bleibt Tötung eines ungeborenen Menschen, der das Recht zu leben hätte!














 
 
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