Indizien pro Gott
 

Gottesbilder
 

Katholische Kirche
 

Weitere Fragen
 





Historische Fakten über das Leben Jesu

1.) Die Evangelien sind viel besser überliefert als andere antike Schriften

Vergleich des Neuen Testaments mit anderen berühmten antiken Texten:

Autor / Werke Wann geschrieben Erste Kopien Zeit bis zur ersten Kopie Anzahl der Kopien
Cäsar's Gallische Kriege 100 - 44 v. Chr. 900 n. Chr. 950 Jahre 10 Kopien
Plato 427 - 347 v. Chr. 900 n. Chr. 1200 Jahre 7 Kopien
Aristoteles 384 - 322 v. Chr. 1100 n. Chr. 1400 Jahre 49 Kopien
Neues Testament 40 - 100 n. Chr. 125 - 130 n. Chr. 25 - 30 Jahre 18.000 Kopien

Beachte wie viel Zeit zwischen den Original-Berichten und den ersten Kopien verflossen ist:
- Als das Neue Testament geschrieben wurde, lebten Augenzeugen welche diese Berichte anzweifeln konnten.
- Wissenschaftler erachten eine Periode von 25 Jahren als zu kurz, um Verfälschungen zu haben.
- Das Leben, der Tod und die Auferstehung von Jesus wurden innerhalb von 10 bis 37 Jahren niedergeschrieben.
- Es gibt keine antiken Kontroverse über den Inhalt der Bibel!
- Bedenke: Wenn jemand die Fakten über den zweiten Weltkrieg heute fälschen möchte, würden noch zu viele Augenzeugen leben um diese Fehler aufzuzeigen.



Aussagen von berühmten Bibel-Wissenschaftlern:

F.F.Bruce (Professor für Bibelkritik und Exegese):
"Es gibt keine Sammlung antiker Literatur in der Welt, die sich einer so guten textlichen Bezeugung erfreut wie das Neue Testament. Wir haben viel mehr Unterlagen für die neutestamentlichen Schriften als für die meisten Schriften der klassischen Autoren, deren Echtheit anzuzweifeln niemand einfallen würde. Wäre das Neue Testament eine Sammlung von weltlichen Schriften, so wäre seine Echtheit im allgemeinen über allen Zweifel hoch erhaben. Das Neue Testament ist glaubwürdig, wahr, verläßlich".

Dr. Clark Pinnock:
"Es gibt kein anderes Dokument in der Antike, das literarisch so gut bezeugt und durch so viele historische Daten abgesichert ist, anhand derer eine vernünftige Entscheidung getroffen werden kann. Wer ehrlich ist, kann eine solche Quelle nicht einfach abtun. Jegliche Skepsis hinsichtlich der historischen Gewährsleute des Christentums basiert auf irrationalen (d.h. in diesem Fall alles Übernatürliche von vornherein ablehnenden) Vorurteilen."

John Warwick Montgomery (Professor für Rechts- und Geisteswissenschaften, Geschichte, Kirchengeschichte und Christliche Philosophie):
Dem so entstandenen Text des Neuen Testamentes skeptisch gegenüberzustehen hieße, die gesamte klassische Antike in dunkle Vergessenheit geraten zu lassen; denn kein Dokument des Altertums ist bibliographisch so gut belegt wie das Neue Testament."

Fenton John Anthony Hort (Einer der bedeutendsten Textkritiker aller Zeiten, er verbrachte 28 Jahre seines Lebens mit der Erforschung des neutestamentlichen Textes):
"In der Vielfalt und Fülle der Belege, auf die er sich stützt, ist der Text des Neuen Testamentes absolut unantastbar und damit einzigartig unter den Schriften des Altertums."

Sir Frederic G. Kenyon (Ehemaliger Direktor und Bibliotheksleiter des Britischen Museums und unbestrittene Autorität auf dem Gebiet der biblischen Handschriften):
"Es kann nicht stark genug betont werden, dass der Text der Bibel seiner Substanz nach gesichert ist, dies gilt besonders fürs Neue Testament. Die Zahl der Manuskripte des Neuen Testaments, seiner ersten Übersetzungen und seiner Zitate seitens der ältesten kirchlichen Verfasser ist so groß, dass es praktisch feststeht, dass die echte Lesart jeder strittigen Stelle in dem einen oder anderen dieser alten Manuskripte erhalten geblieben ist. Das kann man von keinem anderen Buch der Welt sagen."

Howard F. (Professor für Geschichte und Archäologie):
"Vom Standpunkt der literarischen Fakten aus ergibt sich als einzig logische Schlußfolgerung, daß die Zuverlässigkeit des Neuen Testamentes wesentlich sicherer ist als bei jedem anderen Schriftstück der Antike".

Prof. Kurt Aland (Institut für neutestamentliche Textforschung an der Universität Münster):
"Der Text des Neuen Testaments ist hervorragend überliefert, besser als der jeder anderen Schrift der Antike; die Aussicht, dass sich Handschriften finden, die seinen Text grundlegend verändern, ist gleich Null."
Den Schreibern des Neuen Testaments und den ersten Christen waren historische Fakten durchaus wichtig: z.B. können wir die Kreuzigung Jesu auf Grund historischer Angaben im Neuen Testament auf den 7.April 30 datieren. Im Glaubensbekenntnis wurde später als einziger Name neben dem von Jesus Christus und Maria der Name von Pontius Pilatus aufgenommen. "Gekreuzigt unter Pontius Pilatus", d.h. nicht irgendwann, irgendwo, irgendwie, sondern zur Zeit der Statthalterschaft von Pilatus in Judäa (26-36 n.Chr.).


Fazit:
Wäre die Bibel ein säkulares Buch, die Autorität würde als jenseits aller Zweifel angesehen.



2.) Das Leben Jesu und die Kreuzigung ist neben der Bibel auch in außerbiblischen Schriften bezeugt

Verschiedene Verweise auf das Leben Jesu und die Kreuzigung Jesu lassen sich auch bei außerbiblischen Autoren finden:

Cornelius Tacitus (Römischer Historiker und Senator, 55-115 n. Chr.)
Tacitus schreibt in seinen "Annalen" voller Abscheu über die Christen: Ihr Anführer sei zwar unter Tiberius hingerichtet und seine Lehre "für den Augenblick" unterdrückt worden. Doch sei der "unheilvolle Aberglaube" schon bald wieder hervorgetreten: "Nicht nur in Judäa, dem Ursprungsland dieses Übels, sondern auch in Rom, wo aus der ganzen Welt alle Gräuel und Scheußlichkeiten zusammenströmen und gefeiert werden." "Es waren jene Leute, die das Volk wegen ihrer (angeblichen) Schandtaten haßte und mit dem Namen "Christen" belegte. Dieser Name stammt von Christus, der unter Tiberius vom Procurator Pontius Pilatus hingerichtet worden war."
Tacitus Bericht über den Anführer der Christen gilt - gerade weil er so ablehnend ist - als wichtiger Beleg dafür, dass es Jesus wirklich gegeben haben muss. Wäre er lediglich eine Sagengestalt gewesen, dann hätte sich der Historiker nicht so aufgeregt, argumentieren Bibelwissenschaftler.

Flavius Josephus (Jüdisch-Römischer Historiker und Politiker, 37-100 n. Chr)
Er widmet dem "weisen Mann" Jesus in seinem Geschichtswerk "Jüdische Altertümer" einen Absatz. Jesus sei der "Vollbringer ganz unglaublicher Taten" gewesen. "Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu". "Und noch bis zum heutigen Tag besteht das Volk der Christen fort."

Lukian von Samosata (griechischsprachiger Satiriker aus Syrien)
...überlieferte: "Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte."

Ignatius, Bischof von Antiochia (um 35-ca.117 n. Chr, er lebte also kurz nach der Zeit als Jesus sein Leben hier auf Erden beendete und hatte wahrscheinlich noch Kontakt mit Augenzeugen der Kreuzigung Jesu):
...bezeugt ebenfalls, dass Jesus unter Pontius Pilatus gekreuzigt wurde: "Jesus Christus, der aus dem Geschlecht Davids stammt, der Sohn der Maria war, der wirklich Mensch wurde, der aß und trank, wirklich verfolgt wurde unter Pontius Pilatus, wirklich gekreuzigt wurde und angesichts aller starb ... der auch wirklich von den Toten erweckt wurde, da sein Vater ihn auferstehen ließ. Erkannte ich euch doch als ... restlos überzeugt von unserem Herrn, der dem Fleisch nach wirklich aus Davids Geschlecht stammt, nach Gottes Willen und Macht der Sohn Gottes ist, wirklich geboren von der Jungfrau, getauft durch Johannes, auf dass jegliche Gerechtigkeit an ihm erfüllt werde, wirklich unter Pontius Pilatus und dem Vierfürsten [Tetrarch] Herodes [Antipas] um unseretwillen angenagelt im Fleisch."

Justin (Kirchenvater und Märtyrer, 100-166 n. Chr.)
...verweist in seiner Apologie interessanterweise auf Prozessakten, die unter Pontius Pilatus angefertigt wurden und zu seiner Zeit um 150 n.Chr., als er sein Werk verfasste, noch existiert haben müssen. Leider sind diese Prozessakten heute verloren. Er schreibt folgendes: "Die Worte aber: "Sie haben meine Hände und Füße durchbohrt" (Ps 22.16) deuten auf Nägel hin, die ihm am Kreuz durch Hände und Füße getrieben wurden. "Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen die, welche ihn gekreuzigt hatten, über seine Kleidung das Los und teilten sie untereinander. Daß das so geschehen ist, könnt ihr aus den unter Pontius Pilatus angefertigten Akten ersehen."

Tertullian (Kirchenvater, Jurist und Presbyter (Ältester) von Karathago, 155/160 - ca. 220 n.Chr)
... bemerkt zu der Kreuzigung Jesu: "Gekreuzigt wurde Gottes Sohn! Dessen muss man sich nicht schämen, weil es (für die Welt) zum Schämen ist. Und gestorben ist der Sohn Gottes! Es ist glaubhaft weil es töricht ist (niemand hätte sich solch etwas Törichtes ausdenken können). Und nachdem er begraben ward, stand er wieder auf! Das ist sicher, weil es (menschlich gesehen) unmöglich ist."


Gaius Suetonius Tranquillus (Römischer Schriftsteller und Verwaltungsbeamter, 70 - 122 n. Chr.)
... schrieb um 120 in seiner Biografie des Kaisers Claudius, dieser habe „die Juden, welche, von einem gewissen Chrestos aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten“, aus Rom vertrieben.


Fazit laut Dr. theol. Heinzpeter Hempelmann:
"Er (der Kreuzestod Jesu) ist eines der bestbezeugten Ereignisse der Antike. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für einen wissenschaftlich begründeten Zweifel. Wiederum gilt, dass die Zeugen für diesen Sachverhalt nicht nur aus dem Jüngerkreis stammen. Auch die jüdische Kultusbehörde, die im Übrigen jedes Interesse an dem tatsächlichen und ordnungsgemäßen Vollzug der Hinrichtung haben musste, hat sich bezeichnenderweise den - doch so nahe liegenden - Einwand eines bloßen Scheintodes nicht zu Eigen gemacht."
Die jüdische Kultusbehörde hatte lediglich behauptet, dass die Jünger den Leichnam gestohlen hätten. Nicht, dass er nicht ordnungsgemäß gekreuzigt worden und dass es nur ein Scheintod gewesen wäre, sie bestätigte damit zweierlei:
1. Jesus wurde gekreuzigt und starb
2. Das Grab, in das Jesus bestattet wurde, war leer

Fehlende schriftliche Aufzeichnungen von Zeitgenossen Jesu
Schriftliche Aufzeichnungen von Zeitgenossen Jesu sind kaum erhalten geblieben - abgesehen von den Texten, die in der Bibel stehen. Aber dies verwundert nur den Laien, der sich in den Geschichtswissenschaften nicht sonderlich auskennt. Warum sollten große und berühmte Geschichtsschreiber zur Zeit Jesu von einem jüdischen Wanderprediger in einem der abgelegensten Bereiche des römischen Reiches Notiz von seinem Leben nehmen? Für Geschichtsschreiber spielten schon immer Kriege, Feldherren und Politiker eine größere Rolle als Prediger und fromme Gottesmänner. Mit großer Sicherheit fanden sich Hinweise zur Person Jesu in den Akten römischer Gerichte und Bürokraten; Justin und Tertullian zitieren im Jahre 200 n. Chr. daraus. Aber mit dem römischen Reich sind auch diese Schriften untergegangen.
Auch die jüdischen Geschichtsschreiber, die es zur Zeit Jesu sehr wohl gab - z.B. Philo von Alexandria und Justus von Tiberias - erwähnen Jesus nicht. Das mag zum einen daran liegen, dass deren politische Gesinnung (als Herodianer) oder Angehörige der politischen jüdischen Oberschicht eher dazu verleitete, Jesus zu ignorieren - vielleicht provozierte der Anspruch Jesu sogar deren jüdische "Gegengeschichte". Das kann aber auch darin seinen (wahrscheinlicheren) Grund haben, dass die Schriften der jüdischen Historiker insgesamt nur sehr bruchstückhaft überliefert sind.
Auch die Tatsache, dass Jesus in seinem Leben Aufsehen erregende Wunder vollbrachte, dürfte die damaligen Geschichtsschreiber nicht dazu bewegt haben, Jesus noch zu Lebzeiten mit einem Eintrag in ihr Geschichtswerk zu würdigen. Täuschen wir uns nicht: Damals waren Wunder ebenso wie heute nicht an der Tagesordnung. Das führte bei seriösen Geschichtsschreibern, die selbst keinen direkten Kontakt zu Jesus gehabt haben, ebenso wie heute dazu, solche Wunderberichte eher als "Geschwätz" von aufgebrachten und ungebildeten Juden abzutun - von einer (angeblichen) Wunderhysterie ließen sich solche Herren nicht anstecken (vor allem, wenn der Wundertäter schmählich am Kreuz endete). Selbst die ersten christlichen Gemeinden, die Jesus noch selbst erlebt hatten, waren in den ersten Jahrhunderten weltgeschichtlich und politisch völlig unbedeutend.
Auch, wenn uns die Missachtung der Zeitgenossen Jesu überrascht, für Historiker ist das nicht verwunderlich: Häufig finden sich in antiken Quellen kein einziger Hinweis zu bestimmten Personen, die durch anderen Quellen als unbezweifelbar historisch belegt sind. So berichtet Philo (von Alexandrien) nichts über Johannes den Täufer, den Josephus und die Mandäer erwähnen. Josephus, der sich zum Pharisäismus bekannte, berichtet wiederum nichts über Paulus und über Rabbi Hillel.



3.) Fakt: Die Archäologie bestätigt das Neue Testament

Viele Archäologen vertrauen der Bibel inzwischen mehr als anderen Quellen, obwohl diese Archäologen die Grundbotschaft ablehnen. Viele Ausgrabungen im Middle East haben die historische Genauigkeit der Bibel bestätigt.

Eine kleine Auswahl an Beispielen:
Im Buche Joshua wird die Einnahme von Jericho beschrieben. Dabei wird geschrieben, dass die ganze Stadtmauer nach aussen fiel. Über Jahre wurde diese Geschichte bloss als Mythos belächelt. In den 30er Jahre machte Dr. John Garstang eine folgenschwere Entdeckung. Er sagte: "Zu den Hauptfakten bleiben keine Zweifel: Die Mauer fiel komplett nach aussen, die Eroberer waren in der Lage, über die Mauer zu steigen." Dies ist erstaunlich, weil Stadtmauern nach innen und nicht nach aussen fallen. Im Time Heft vom 5. März 1990 erschien ein Artikel: "Treffer für die Bibel." In diesem Artikel bezeugte die Archäologin Kathleen Kenyon, dass die Stadtmauer von Jericho plötzlich umfiel. Weitere Studien von Brian Wood bestätigten das biblische Datum vom Fall von Jericho.


Beispiele:

  • Kreuzpartikel (es gibt Gerüchte, dass es so viele davon gäbe, dass daraus zusammengesetzt ein ganzer Wald von Kreuzen entstünde. Aber tatsächlich wurden alle angeblichen Kreuzpartikel vermessen und überprüft und würden zusammengesetzt gerade einmal die Hälfte des Querbalkens ergeben)
  • ein Graffiti, das sich über die Verehrung, die die Christen einem Gekreuzigten entgegenbringen, lustig macht ("Alexamenos betet seinen Gott an" zusammen mit der Darstellung eine gekreuzigten Esels)
  • Entdeckung eines Ossariums mit einem Fußknochen, in dem noch ein Nagel steckte, der bei der Kreuzigung verwandt wurde
  • Fund einer Münze, die von Pontius Pilatus geprägt wurde und seinen Namenszug aufweist
  • Fund des sog. Pilatus-Steins in Caesarea Maritima 1961, der ebenfalls Pontius Pilatus erwähnt (als Bauherr eines Leuchtturms der Hafenstadt)
  • Auffindung von steinernen Krügen in "Chirbet Kana" - zwar nur zwei, aber in der Größe mit dem biblischen Bericht übereinstimmend; zudem gib es Aussparungen für vier weitere Krüge - so wie in Joh 2, 1-9 berichtet.
  • Untersuchungen im "Heiligen Haus von Nazareth", das sich in Loreto (Italien) befindet und archäologisch und mineralogisch perfekt an die bezeichnete Stelle in Nazareth passt.

 

 

4.) Fakt: Äußere Glaubwürdigkeit der Evangelien
Die äußere Glaubwürdigkeit nun sucht nach Widersprüchen oder Entsprechungen mit ansonsten gesicherten Erkenntnissen der Geografie, der Naturkunde und den kulturellen Gepflogenheiten und Bräuchen; es wird untersucht, ob der Autor "Insider-Wissen" besaß oder von Dingen Kenntnis hatte, die erst Jahre (oder Jahrhunderte) später bekannt wurden.Nun - hier ist die Beweislast so erdrückend, dass inzwischen allgemein angenommen wird, dass die Evangelisten entweder selbst Augenzeugen der Ereignisse waren oder in ihre Evangelien Augenzeugenberichte eingebaut haben.

Geografische Gegebenheiten:
Die geografischen Gegebenheiten, die den Erzählungen in den Evangelien zugrunde liegen, bestätigen sich: (Nazareth liegt an einem Abhang; damals wurden Höhlen bzw. Grotten als Ställe genutzt - so auch in Bethlehem). Verblüffend ist auch die Untersuchung der Apostelgeschichte durch Heinz Warnecke (Hobby-Segler und ein guter Kenner des Mittelmeeres), in der er die nautischen und meteorologischen Umstände der dortigen Reiseschilderung mit den heutigen Gegebenheiten vergleicht. Ihm fiel beim Lesen der Apostelgeschichte (in der u.a. die Reisen des Apostels Paulus quer über das Mittelmeer erwähnt werden) deren verblüffende Übereinstimmung mit den tatsächlichen Gegebenheiten im Mittelmeer auf. Daraufhin verfasste er folgendes Buch: Heinz Warnecke - “Die tatsächliche Romfahrt des Apostel Paulus”


Historische Angaben:
Die profan-historischen Angaben (z.B. über die Volkszählung zur Zeit der Geburt Jesu, die eine zeitlang als unglaubwürdig angesehen wurde - bis in Ankara eine Tafel mit den "Taten des Augustus" - einer Kopie des römischen "Res gestae" - gefunden wurde, die in der Aufzählung der Taten auch Volkszählungen in den Jahren 28 v. Chr., 8 v. Chr. und 14 n. Chr.. erwähnt und die eine Volkszählung im Jahr 7. und 6. v Chr.. in Judäa wahrscheinlich macht - siehe Hesemann "Jesus von Nazareth" S. 54-58),

- oder über die Hochzeit des Herodes mit der Frau seines Bruders (bezeugt bei Josephus Flavius) - usw.
weiterhin die Berücksichtigung von Besonderheiten der Flora und Fauna in Israel (so z.B. die Rolle des "Ammenfisches", der gerne Gegenstände im Maul aufbewahrt und sich im April, zur Zeit der Erhebung der Tempelsteuer, im ufernahen Bereichen des Sees aufhielt)

Astronomische Beobachtungen
Zudem stimmen die astronomischen Beobachtungen mit den Angaben in den Evangelien (Stern von Bethlehem) überein (sowohl in der Beobachtung der Planeten-Konjugation als auch einer Super-Nova Anfang März 5 v. Chr..)

Architektonische und bauliche Entsprechungen,
Es finden sich zahlreiche architektonische und bauliche Entsprechungen, die Ausgrabungen sowohl am Haus des Petrus in Kafarnaum, als auch in Kana, Jerusalem, Nazareth usw. zutage treten ließen bzw. heute noch sichtbar sind (so die Einpassung des Hauses von Loreto in die Felsrückwand in Nazareth; der Eckstein in der Jerusalemer Stadtmauer, die Entdeckung der Synagoge in Kafarnaum und der Bethesda-Teiche in Jerusalem inklusive der Säulenhallen und der unterirdischen Röhren, die ein "Aufwallen des Wassers" ermöglichten)

Kulturelle und religiöse Gepflogenheiten
Die Evangelisten wissen über die kulturellen und religiösen Gepflogenheiten der Juden in einer solchen Präzision Bescheid, dass eine Abfassung erst in späterer Zeit unwahrscheinlich ist. Das gilt vor allem über Termine, Vorschriften und Riten, die an die Existenz des Tempels in Jerusalem gebunden waren und mit dessen Zerstörung 70 n. Chr.. zunehmend in Vergessenheit gerieten; aber auch bzgl. der Hochzeitsbräuche, der Weinbergkultur, der bäuerlichen Traditionen und der Finanzsysteme.


5.) Autoren des Neuen Testaments

Wer waren die Evangelisten im neuen Testament?
- Direkte Augenzeugen der Taten von Jesus: Johannes und Matthäus waren unter den ersten Jünger von Jesus.
- Das Evangelium von Markus wurde durch einen der ersten Christen niedergeschrieben. Markus war ein Begleiter von Petrus und schrieb nach dessen Predigten.
- Das Evangelium von Lukas wurde durch einen Arzt geschrieben. Dieser war lange ein Weggefährte vom Apostel Paulus. Lukas fängt seinen Bericht mit folgenden Worten an: ... nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe...

Können wir diesen Autoren/Berichten vertrauen?
- Die meisten der skeptischen Argumente sind erst in den letzten 150 Jahren aufgetaucht!
- Haben wir Zugang zu besseren Augenzeugen als diese Autoren?

Haben die Autoren die Geschichte erfunden?
Was hätte es den Autoren gebracht diese Geschichte zu erfinden?
- Von den engsten Jüngern von Jesus ist nur einer (Johannes) eines natürlichen Todes gestorben. Wer riskiert sein Leben für eine Unwahrheit? Sicher nicht 90% der Jünger!
- Viele Fehler, Ängste der Jünger sind in den Evangelien aufgeschrieben. In den Evangelien werden die Jünger (Hauptquellen) teilweise sehr schlecht dargestellt. Zu dieser Zeit war dies höchst ungewöhnlich.


Die Evangelisten haben nicht voneinander abgeschrieben
:
Die innere Glaubwürdigkeit wird geprüft, indem der Text in sich analysiert und untersucht wird - zum Beispiel auf Widersprüche, Ungereimtheiten, Übertreibungen oder Schwärmereien, logische Brüche in der Darstellung usw. Bei dieser Frage fallen dem Laien natürlich sofort zahlreiche Abweichungen zwischen den vier Evangelien auf.
So wurde nach Mt, Mk und Lk Jesus am Tag vor dem Passahfest gekreuzigt, bei Johannes aber in dem Augenblick, in dem die Passah-Lämmer im Tempel geopfert wurden.
Wiederum nach Mt, Mk und LK hat Jesus drei Jahre gewirkt und war dementsprechend dreimal in Jerusalem; nach Johannes hat er nur ein Jahr gewirkt; sein ganzes Wirken ist ein Weg nach Jerusalem
Bei Mt hat der Hauptmann persönlich Jesus um Hilfe gebeten - bei Lk waren es seine Bediensteten...

Simon Greenleaf, ein bedeutender Jurist und Autor eines Standardwerkes zum Thema "Beweise", schreibt über die Evangelien: "Es gibt genügend Diskrepanzen, um zu zeigen, dass sich die Autoren nicht vorher abgesprochen haben. Und gleichzeitig finden sich solch wesentlichen Übereinstimmungen, die zeigen, dass alle unabhängige Autoren desselben großen Vorganges waren." Und Hans Stier schreibt: "Selbst der Historiker ist dann besonders skeptisch, wenn ein außergewöhnliches Ereignis nur in Berichten geschildert wird, die frei von Widersprüchen sind".

Die Behauptung, die Evangelien stimmen in den wesentlichen Punkten überein und widersprächen sich nur ein Nebensächlichkeiten, setzt natürlich voraus, dass wir uns geeinigt haben, was wesentlich ist und was nebensächlich. Aber selbst, wenn wir uns darüber nicht einigen können: Die Unterschiede in der Darstellung sind niemals so groß, dass ein Historiker die Glaubwürdigkeit der vier Evangelien abstreiten würde.

Warum gibt es vier Evangelien
Weshalb hat die frühchristliche Kirche die vier Versionen vom Leben und Wirken Jesu in ihren Textkanon aufgenommen? Warum nahm sie große Überschneidungen, ja sogar erhebliche Widersprüche und Unklarheiten in Kauf? "Wenn der Heilige Geist seine Interpreten nicht zu einer vollkommenen Gleichförmigkeit im Detail gelangen ließ, dann heißt das, dass er einer solchen materiellen Exaktheit keine Bedeutung für den Glauben zuweist, ja noch mehr, dass er diese Verschiedenheit im Zeugnis will", schreiben die Kommentatoren der "Neuen Jerusalemer Bibel" zur modernen deutschen Einheitsübersetzung. Das ist fromm formuliert - aber auch nüchternere Bibelwissenschaftler glauben heute, dass die Vielzahl der Evangelien der Botschaft eher nützt: Jedes bringt die Botschaft von Jesus einem eigenen Publikum nahe. Markus spricht vor allem Heiden an, er erfüllt das Bedürfnis nach sagenhaften Geschichten. Matthäus richtet sich eher an gerade oder noch nicht konvertierte Juden: Er liefert Lehrsätze für alle, die moralische Anleitung im Leben suchen. Lukas tut das alles auch wie Markus. Zusätzlich aber schildert er Jesus wie ein zeitgenössischer Geschichtsschreiber und verleiht seinem Evangelium auf diese Weise den Anschein einer besonderen Zuverlässigkeit. Hier ist Jesus gütig, ein Heiland der Ausgestoßenen. Und für vergeistigte Intellektuelle hält das Johannesevangelium anspruchsvollen Lesestoff bereit. Gerade in der Wahlmöglichkeit liegt also die Stärke der kanonischen Evangelien-Überlieferung.

Die Unneutralität der Evangelisten schadet nicht deren Glaubwürdigkeit
Oft wird die historische Glaubwürdigkeit der Evangelien schon allein deshalb in Zweifel gezogen, weil es sich dabei um offensichtlich christliche und glaubende Autoren handelt. Eindeutig haben sie die Evangelien, die Apostelgeschichte oder auch die Briefe nicht geschrieben, um historische Ereignisse nur zu dokumentieren - sie haben vielmehr die eindeutige Motivation gehabt, den Leser von der Göttlichkeit Jesu zu überzeugen. Das Neue Testament ist voller "Missionsschriften". Aber der Gedanke, dass sie allein deshalb schon ihre Glaubwürdigkeit eingebüßt hätten, ist nicht sonderlich schlüssig.
Prof. Blomberg, den Lee Strobel in seinem lesenswerten Buch "Der Fall Jesus" interviewt, meint dazu: "Es gibt eine moderne Parallele aus der Geschichte der Juden, die verdeutlichen könnte, was ich meine. Manche Menschen leugnen die Grausamkeiten des Holocaust oder spielen sie herunter. Das geschieht normalerweise im Zuge antisemitischer Propaganda. Doch waren es jüdische Wissenschaftler, die Museen aufgebaut, Bücher geschrieben, Kunstgegenstände gesammelt und Augenzeugenberichte dokumentiert haben, die den Holocaust betreffen. Auch sie verfolgen ein ideologisches Ziel: Sie wollen sicherstellen, dass so etwas Schreckliches nie wieder geschehen kann. Doch gleichzeitig waren sie in ihrer Berichterstattung der Geschehnisse sehr objektiv und wahrheitsgetreu. Das Christentum basiert auf der historischen Behauptung, dass Gott auf einzigartige Weise in der Person Jesu in Nazareth in Zeit und Raum gekommen ist. Diese Ideologie erforderte eine so sorgfältige Arbeit wie möglich."


6.) Fakt: Die Bibel und die Wissenschaft

Vielfach wird vor allem die Schöpfungsgeschichte der Bibel mit der Evolutionstheorie verglichen. Die Evolutionstheorie ist bis heute nicht bewiesen worden und wird sogar von vielen Wissenschaftern angezweifelt. Neue Erkenntnisse der Wissenschaftlern weisen auf einen Schöpfer hin. Vielleicht gab es einen Urknall, aber was war davor? Die Aufgabe der Wissenschaft ist, eine Aussage zu machen nach bestem Stand von vorhandenem Wissen und Forschung. Die Wissenschaft muss jedoch genau deklarieren, was bewiesen ist und was Annahmen sind. Werden Annahmen nicht sauber deklariert und Theorien darauf aufgebaut und als Fakten verkauft, macht sich die Wissenschaft schuldig.

Hauptfrage/-aussage der Wissenschaft und der Bibel:
Die Hauptfrage der Wissenschaft ist: Wie ist die Welt und die Menschheit entstanden.
Die Hauptaussage der Bibel ist: Warum wurde die Welt und Menschheit erschaffen.

Hier stellt sich die Frage welche Aussage wichtiger ist. Was ist für ein Kind wichtiger? Wie es gezeugt wurde (eindringen von väterlichem Sperma in die mütterliche Eizelle gefolgt von Zellenteilung) oder warum es gezeugt wurde (erwünscht als Resultat der Liebe zwischen der Mutter und dem Vater)? Solange ein Kind, weiss dass es geliebt ist, ist die Frage nach dem Wie nebensächlich! Wenn wir wissen, dass Gott uns liebt und aus diesem Grund erschaffen hat, ist die Art der Entstehung nebensächlich.

 















 
 
pro-leben.de auf facebook:  




© 1999-2017 by www.pro-leben.de  
Impressum