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Das richtige Gottesbild - Fundament für das Glaubensleben

Eine zutreffende Vorstellung von Gott ist grundlegend für das alltägliche Leben. Daher ist es fundamental wichtig, dass wir die Gottesbilder in unserem Kopf überprüfen. Diese Gottesbilder entwickeln sich auch aus den Eindrücken, die Menschen im Laufe ihres Lebens einsammeln und aus ihren Überzeugungen, dass die Welt und das Leben so und so funktioniert. In diesem Sinne gleicht unsere Vorstellung von Gott dem Fundament eines Gebäudes. Dort, wo es fehlerhaft ist oder schief gebaut, wird die gesamte Konstruktion früher oder später einstürzen.



Einschränkung - Gottesbilder sind nie 100% richtig

Da gibt es die Karikatur, wo 4 blinde Männer an verschiedenen Körperteilen eines Elefanten stehen und es betasten. Sie sehen nichts. Einer steht am Rüssel und fühlt, einer am Bein, einer am Ohr, einer am Stoßzahn. Und dann werden diese 4 aufgefordert: Beschreibt doch bitte einmal einen Elefanten. Dann geht es los: Ja, ein Elefant, sagt der, der am Rüssel stand, ist weich, warm und lang und sehr beweglich. Und der am Bein stand sagt: Nein, ein Elefant ist rund und fest und stabil, wie eine Säule. Und der am Stoßzahn gefühlt hat, sagt: Nein, ein Elefant ist hart wie ein Knochen, etwas rau und er fühlt sich kühl an. Und der am Ohr gefühlt hat, sagt zum Schluss: Ein Elefant ist glatt, dünn wie Papier und an den Seiten eingerissen. Wer hat den Elefanten richtig beschrieben? Niemand! Und: Jeder!

Ähnlich ist es bei den Gottesbildern. Haben diese Bilder Gott richtig beschrieben? Ja und Nein. Die Bilder, die wir von Gott haben, sind nicht falsch. Aber sie sind auch nicht 100% richtig. Sie sind nicht falsch, denn sie speisen sich aus unseren Erfahrungen und Erlebnissen, aus unseren Entdeckungen und Gedanken. Na klar ist Gott ein Erbsenzähler. Aber dieses Bild hat seine Grenze am Gott, der Liebe ist. Na klar, Gott passt auf uns auf (Big Brother) - aber er tut das sorgen- und liebevoll und nicht wie eine brutal nüchterne Videokamera. Na klar, Gott ist auch ein Notnagel - aber eigentlich will er in die Mitte unseres Lebens hinein und da alles und jeden Winkel durchwirken und mit seiner Liebe färben. usw…

Darum sind unsere Bilder von Gott eben auch nicht richtig, weil sie Gott nie und nimmer ganz abbilden. Wie bei den vier Blinden und dem Elefanten. Alle hatten Recht. Ein Elefant ist weich und rau und glatt und rissig und stabil und biegsam. Aber er ist es eben nicht jeweils nur, sondern alles zu gleich und noch viel mehr. Er ist nämlich auch grau und riecht streng. Darum sagt Gott: Du sollst dir kein Bildnis machen!
Er meint damit eben: Lege mich nicht fest auf dieses Bild, dass du dir machst. Ich bin mehr als das. Ich bin größer. Ich bin herrlicher. Ich bin anders. Immer. Egal, wie komplex und kompliziert du mich zeichnest und in deinem Kopf ausmalst - ich bin immer mehr und anders. Das, was in deinem Kopf ist, ist nur eine kleine, manchmal kümmerliche, manchmal verbogene, manchmal ganz gut getroffene Kopie des Originals.















 
 
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