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Gast
 

 geschrieben am 7.09.2010 - 22:25 Uhr
@Stern
gesundheitliche Probleme erwähnst du, mit 5 Kids, und wenn sich weiterer Nachwuchs ankündigen würde, dann wärst du auch bereit dazu, diesen Nachwuchs auszutragen. So schlimm dürften deine gesundheitlichen Probleme nicht sein - und wenn doch, dann bist du verantwortungslos, gegenüber dir selbst, deiner Familie, und deinem Ungeborenen.
Du solltest ansich wissen als Mutter von 5 Kindern, dass eine Mutter rund um die Uhr im Einsatz stehen muss, wie das mit gesundheitlichen Problemen machbar ist, das ist eher fraglich.


Carmen
 

 geschrieben am 7.09.2010 - 8:48
@
Achtest Du das Leben? Nein, Du verachtest das Leben der Frau, indem Du sie verurteilst, ohne ihre Situation zu kennen. Du kennst nur eins: Abtreibung ist Töten/Mord.
Hast Du Kinder? Hast Du jemals selbst eine Schwangerschaft durchgestanden?
Und wie hilfst Du? Bist Du bereit Geld zu geben?
Sieh Dir mal die Embryos verschiedener Tierarten in den ersten Wochen an. Erkennst Du da einen Unterschied? Protestiert Du auch so eifrig bei Bioeiern? Es könnten ja befruchtete dabei sein.
Ein Embryo ist noch lange kein fertiger Mensch, geschweige ein Kind.
Und jeder mit gesunden Menschenverstand bekommt Kinder, wenn er in der Lage ist sie zu ernähren. Dafür braucht man Geld.
Welche konkreten Hilfsangebote und Vorschläge hast Du, wenn eine Schwangere kein Geld für das Kind hat?
Deine Einstellung ist so zynisch und frauenverachtend, aber es ist ja leicht mit Phrasen um sich zu schlagen.

@Stern
Ich hoffe, daß es nicht noch mehr Übermütter wie Dich gibt. Du ordnest Deine Bedürfnisse und Deine Gesundheit den des Kindes total unter.
Wo ist der Sinn, ein Kind zu bekommen, wenn es der Mutter gesundheitlich total schlecht geht?
Und was lebst Du den Kinder vor? Aufopferung und Leben auf Kosten anderer ist in Ordnung?
Meine Gesundheit ist mir wichtig, denn dann kann ich meiner Verantwortung als Mutter nachkommen. Wenn ich krank bin, nehme ich mir die Zeit und das Recht gesund zu werden. In dieser Zeit muß sich der Vater oder die Großeltern um das Kind kümmern.
Ich ordne auch meine Bedürfnisse dem Kind nicht total unter. Wenn das Kind eine teure Hose kriegen sollte, gönne ich mir auch eine. Ich sehe auch nicht ein, daß mein Kind nur das Beste und Gesündeste kriegen soll, aber die Eltern sich mit den billigsten Zeug zufrieden geben.
Eine Beziehung, darunter auch die Eltern-Kind-Beziehung, muß beide Seiten berüchsichtigen. Der eine kann nicht auf Dauer mehr profitieren auf Kosten des anderen.
Und wie gesagt, Du lebst Deinen Kindern vor, wie man lebt, gerade Deinen Töchtern. Willst Du ihnen wirklich beibringen, daß eine Frau auf alles verzichten muß, damit die anderen es besser haben?


Stern
 
Sitebewertung
adelah76@yahoo.de
1973

 geschrieben am 6.09.2010 - 19:47 Uhr
Hallo auch ich habe mir alles genau durchgelesen, und bin wirklich erschüttert als ich gelesen und gesehen habe wie so ein kleines Wesen abgetrieben wird. Ich selbst bin Mutter von fünf Kindern,mein kleinstes ist drei Monate alt. Für mich würde nie in Frage kommen abzutreiben.
Denn heutzutage kann man vernünftig verhüten wenn man keine Kinder will. Das ist meine Meinung. Ich selbst verhüte mit Stillpille und zusätzlich Kondom,so das wir erst gar nicht zu solch eine Frage kommen. Und selbst wenn doch noch was passieren würde dann würde ich mein Baby behalten auch wenn es für mich ( Gesundheit) nicht so gut bestellt ist.

Liebe Grüße


Gast
 

 geschrieben am 5.09.2010 - 21:42
@
och, wie theatralisch du wieder geschrieben hast, hast dir wieder jede Menge Mühe gegeben!
Manchmal gibt es für Frauen oder Mädchen keinen anderen Ausweg als Abtreibung!!!! Mir blieb dieser Schritt in meinem Leben erspart, dennoch verstehe ich jede Frau, jedes Mädchen, welche diesen schweren Schritt gehen muss bzw. musste!!!

Man könnte wirklich zornig werden, bei so viel Engstirnigkeit !!!


emilia
 
Wohnort: berlin
Sitebewertung
e.dunkelstein@web.de
1992

 geschrieben am 3.09.2010 - 20:04 Uhr
Ich empfinde diese Seite mehr als eine Frechheit.
Klar! Abtreiben ist Leben-Nehmen! Bin ich voll und ganz eurer Meinung!
Aber so wie ihr es darstellt, macht ihr all den Leuten die abgetrieben
haben ein sowas von schlechtes Gewissen. Mehr als das. Als ich das
gerade gelesen habe und abgetrieben hätte würde ich mich umbringen.
Und das meine ich Ernst. Damit, dass ihr sowas schreibt, andere lesen
das. Haben abgetrieben was denkt ihr was die machen, die können doch
NIE wieder ohne schlechtes Gewissen aus dem Haus gehen.

Und manche Leute MÜSSEN abtreiben. Weil ihnen nichts anderes übrig
bleibt!
Stell dir mal vor du bist 16, willst studieren, weder du noch deine Eltern
haben Geld.
Es gibt so viele Eltern die ihre Kinder nicht richtig erziehen können, oder
nicht ernähren können, keinen angemessenen Lebensraum bieten
können.
Und genau diesen Kindern wird es einmal schlecht gehen.
Klar soll man nicht abtreiben wenn man die nötigen Mittel hat aber wenn
man da zu gezwungen ist durch die eigenen Umstände ist man leider
teilweise gezwungen.

Ausserdem.
Wenn ihr der Meinung seit, man darf Leben nicht töten, Hoffe ich, dass ihr
noch NIE NIE NIE NIE NIE in eurem Leben Fleisch gegessen habt. Denn
Tiere sind genauso Leben!
Und wenn ihr jemals Fleisch gegessen habt, hoffe ich geht es euch jetzt
genauso scheiße wie mir!
Auch wenn ich niemandem schlechtes wünsche, wirklich niemandem. IHR
habt mir die nächsten Jahre so richtig richtig versaut und ich werde euch
das NIE verzeihen.
Und ich habe nichtmal abgetrieben.




Carmen
 

 geschrieben am 3.09.2010 - 12:06
@Pilger

Ich möchte Dich auf die Maslowsche Bedürfnispyramide aufmerksam machen. Sieh sie Dir einfach mal an. Die Liebe kommt eher zum Schluß vor, in erster Linie stehen die körperlichen Bedürfnisse und die Sicherheit. Wenn ich das nicht habe, wie kann ich dann ein Kind zur Welt bringen?


@
 

 geschrieben am 3.09.2010 - 10:01 Uhr
„Ich bin allerdings der Ansicht, dass ein Abbruch bis zur 5. SSW, spätestens bis zur 8. SSW (gerechnet vom Tag der letzten Menstruation - um hier keine Irrtümer aufkommen zu lassen!!!) kein "Auslöschen des Lebens" ist.“

„Ich bin tagtäglich erschüttert, wieviele MenschenLEBEN ausgelöscht, wieviele Säuglinge missbraucht, wieviele Kinder misshandelt werden.“

Und als Schlussfolgerung: Deswegen eher das Leben der Kinder im frühen Lebensstadium beenden!?

Und wiederum für andere hier im Gästebuch ist das Leben eines Menschen gegen Geld wägbar und fließt als Begründung in deren Überlegungen ein, um es auszulöschen.

Ist derjenige, der so etwas schreibt, noch bei gesundem Menschenverstand? (Die Betonung liegt auf „gesund“.)

Lieber Pilger,
jene, die so etwas, oft wiederholend, denken und schreiben, sind mit Vernunft nicht erreichbar!
Sie zeichnen sich durch Denkzerfahrenheit aus, was wiederum bedeutet, dass sie mit aller Macht (Verdrängung, Autosuggestion, etc.) vor sich selbst nicht als schuldig erscheinen dürfen. Hier werden psychische Regelmechanismen zur Stabilisierung der Psyche offen gelegt, die heutzutage, sofern sie als Leid erfahren werden, hinreichend sind, um Kinder töten zu dürfen, ohne dass rechtliche – was als eine „Norm“, also „normativ“ bioethisch mit dem Denken des Utilitarismus begründet wird – Konsequenzen folgen, wenn man die Bedingungen des Gesetzes einhält, während die Vernunftprinzipien, auf welchen die Menschenrechte gründen, (Gleichstellung der Person oder Gleichheit des Wesens des Menschen) permanent missachtet werden.
Nach dem Gesetz würden sie letzten Endes unter der „medizinischen Indikation“ subsumiert.
Und das ist nicht nur ein rechtlicher, sondern auch ein ethischer Widerspruch. Es gibt viele solcher „Unstetigkeitsstellen“ des Denkens, was sich als Ausdruck in den bestehenden Gesetzen eines Landes im Verlauf der Zeit widerspiegelt. Man findet sie als inhomogen und inkohärent, diskriminierend, fremdbestimmend, ... und hohl wie ein Schweizer Käse vor, sofern man die Vernunft bemüht. Alles das, was sie für sich selbst einfordern, gestehen sie nicht jedem Menschen zu, nämlich nie dem getöteten Kind, das immer ein „Wer“ gewesen war und nicht ein „Etwas“! Sie wollen den Mensch als materielle organische Materie (als ein Ding) in seinen Anfängen sehen und erst später im Werdegang als Person! Und darüber, ab wann ihnen in deren Wahrnehmung der Mensch als Person manifest erscheint, lässt sich ja reden. Obwohl ihnen unklar ist, ab wann der Mensch ontisch Mensch ist, stellen sie aber fest, ab wann der Mensch als Mensch gilt der Konvention nach und nehmen sich heraus, ihn zu verurteilen und ihn zu richten.
Ja, sie verurteilen einen Menschen zum Tode Tag für Tag und von Beitrag zu Beitrag auf diesen Seiten. Aber ihnen selbst fällt es nicht auf, weil sie immer nur sich selbst sehen in ihrem eingeengten Bewusstsein:
Sie wollen nicht verurteilt werden und verurteilen doch selbst!

Liebe Grüße


Gast
 

 geschrieben am 3.09.2010 - 0:11
Lieber Pilger,
ich schätze deine Einträge sehr.
Ich bin allerdings der Ansicht, dass ein Abbruch bis zur 5. SSW, spätestens bis zur 8. SSW (gerechnet vom Tag der letzten Menstruation - um hier keine Irrtümer aufkommen zu lassen!!!) kein "Auslöschen des Lebens" ist.

Ich weiss, was es heisst, Kinder grosszuziehen, auch weiss ich, dass man enorm viel Geld braucht, um Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Und ich weiss auch, was LIEBE ist, Liebe = Verantwortung und ein gesunder Menschenverstand und vieles mehr (wenn du Kinder grossgezogen hast, weisst du, was ich meine).

Pilger, nur mit Liebe wirst du die Welt nicht retten können. Bleib realistisch.

Ich bin tagtäglich erschüttert, wieviele MenschenLEBEN ausgelöscht, wieviele Säuglinge missbraucht, wieviele Kinder misshandelt werden.

Pilger, siehst du über dies alles hinweg, sind dir nur die Ungeborenen wichtig?


Ein Pilger
 

 geschrieben am 29.08.2010 - 12:13 Uhr
@ Gast

Lieber Gast,

ist der Menschenverstand denn gesund, wenn er sagt: "Lösche das Leben deines Kindes aus" - hier des Geldes wegen, ein anderes Mal etwas anderes wegen?

Wenn zur Liebe, wie Du sagst ein gesunder Menschenverstand gehört und am Ende dieses Menschenverstandes das Auslöschen des eigenen Lebens, das Auslöschens des Lebens seines eigenen Kindes steht,

dann ist es nicht die Liebe, die ich meine.

Ein Pilger


Gast
 

 geschrieben am 28.08.2010 - 22:24
Bezüglich Geldnot muss ich mich Carmen anschliessen.
Carmen hat die Investitionen nur bis zum 18. Lebensjahr angeführt, dann geht´s aber weiter, Kind studiert, braucht Studentenwohnung, weil Studienplatz zu weit weg ist von zu Hause, macht nebenbei Führerschein, braucht heutzutage auch Auto, wegen Praktika.
Kinder bleiben keine Babies, sie werden immer grösser und immer kostenintensiver, das sollte man bedenken, wenn man seinem Kind eine ordentliche Ausbildung zukommen lassen möchte; letzteres ist gerade in der heutigen Zeit wichtig!
Liebe ist immer wichtig, so wie sie Pilger beschreibt, aber zur Liebe gehört auch ein gesunder Menschenverstand.


Carmen
 

 geschrieben am 28.08.2010 - 14:36 Uhr
Gerade in unserem Land sind mehrere Kinder ein Risiko für Armut. Ich rede auch nicht von Leuten, die überlegen, ob sie das Kind abtreiben und vom gesparten Geld einen Flachbildschirm kaufen. Ein Handy bekomme ich mittlerweile für 30 €. Vernünftige Kinderschuhe sind nicht unter 30 € zu haben. Und ein Kind wächst schnell.
Natürlich kann man alles vom Staat bezahlen und lassen und leben, aber dann wäre der Staat irgendwann pleite.
Man braucht für das erste Jahr:

- Kleidung
- Kinderbett
- Autokindersitz
- Kinderwagen
- Windeln
- bei Flaschenfütterung Flaschen, Sterilisator, Milchpulver
- Windeln
- Wickeltisch, -auflage, -eimer
- Spielzeug
- Schuhe, wenn das Kind läuft

Und das ist immer nicht alles. Selbst wenn man einiges oder alles gebraucht kauft, ist es ein nicht unerheblicher Betrag. Und später werden die Kosten noch höher: Kitagebühren, Schule, Klassenfahrten, Schulmaterialien, -bücher...
Ein Kind kostet von Geburt an bis zum 18. Lebensjahr mind. 100.000 €. Da soll mir einer nochmal sagen, Geldnot wäre kein Grund.


Ein Pilger
 

 geschrieben am 28.08.2010 - 9:48
@ Carmen

Carmen, Geldnot ist wirklich kein Argument - nicht in unserem Breitengrad, das weißt du sicher auch.

Oft haben wir Geld für alles, sei es der neue Flachbildschirm, der notfalls auf Pump gekauft wird, für die Zigaretten oder das neue Handy und vieles andere mehr, das wichtig ist, um nach außen Wirkung zu bringen/Eindruck zu machen, angeblich "Inn" zu sein", zumindest so, wie es die Gesllschaft heute sehen will.

Geldnot ist kein Argument auch eine Erstausstattung ist kein Argument ein Baby zu töten - das sind nur vorgeschobene Gründe.

Es gibt nur einen Grund leben zu zulassen oder eben nicht und das ist die Liebe oder eben nicht die Liebe und nichts außer der Liebe, denn sie trägt alles.

Ich glaube, dass eine Frau, die die Liebe in sich trägt, ich meine damit nicht die Liebe, die uns heute durch die Werbung oder teilweise auch durch die Gesellschaft als Liebe dargestellt wird, nicht dazu im Stande ist ihr Baby wirklich zu töten, kostet es eine Erstaustattung oder nicht, kostet es eine Zweit/-oder Drittausstattung oder nicht und würde es am Ende sogar das neue Handy oder sonstige schicke Gegenstände kosten.

Ein Pilger





Gast
 

 geschrieben am 28.08.2010 - 1:20 Uhr
@JK22

Vielleicht ist die Freundin deines Vaters so unglücklich, weil du sie total ablehnst. Du hast, wie du sagst, keinen Kontakt mit ihr, deswegen kannst du auch nicht wissen, weshalb sie psychisch fertig ist.
Dein Vater und auch seine Freundin waren über 40, als sich die Schwangerschaft einstellte; für einen Mann kein Problem, aber für eine Frau ist das eine Risikoschwangerschaft, insbesondere dann, wenn es die erste Schwangerschaft ist. Möglicherweise hat das die Freundin deines Vaters auch ein wenig abgeschreckt, ganz abzusehen von der Geldnot. Geldnot in diesem Alter MUSS man ernst nehmen!!

Gewiss wirst du die ganze Sache in einem anderen Licht sehen, wenn du ein wenig zugänglicher wirst zu der Freundin deines Vaters. Aus eigener Erfahrung weiss ich, Stieftöchter sind nicht einfach.


Gast
 

 geschrieben am 28.08.2010 - 1:05
@Anna,
herzlichen Glückwunsch für deine Entscheidung, es ist allerdings zu bezweifeln, dass deine Geschichte geschrieben wurde.

Du erzählst, deine Familie und der Vater deines Kindes haben dich nicht unterstützt. Es wäre sehr interessant zu erfahren, wie du die Lebenserhaltungskosten für dich und dein Kind aufbringen kannst/konntest und wo dein Kind untergebracht ist, während du deine Ausbildung absolviert hast bzw. diese immer noch absolvierst. Du beginnst in Kürze eine Lehre, wer sorgt dann für dein Kind??

Dein Beitrag hört sich eher als Wunschdenken an, als dass er aus dem wahren Leben gegriffen ist.




Anna
 
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blubbl_92@freenet.de
1992

 geschrieben am 27.08.2010 - 22:36 Uhr
Ich wollte eigentlich an alle schreiben die ES vielleicht noch vorhaben..
Ich bin mit 16 schwanger geworden, war noch mitten im abschluss-prüfungsstress und hatte noch keine lehrstelle.. das hieß kein geld, keinen beruf, keine zukunft..
auch meine familie und der vater des kindes waren mir nie eine große hilfe, ich wollte abtreiben..
kurz vor der entgültigen entscheidung mein kind töten zu lassen wurde mir klar das ich es auch allein schaffen kann.. ich wollte jedem beweisen das es geht.. man kann auch jung eine gute mutter und schülerin sein..
seit dem tag riß ich mich zusammen und es klappte tatsächlich.. ich machte erfolgreich meine schule zu ende.. und beginne in kürze meine lehre( es ist eine sehr gute stelle).. meine tochter ist nun ein jahr alt und die wohl beste entscheidung die ich je treffen konnte.. es tut mir in der seele weh zu sehen das ich ihr beinahe dasselbe angetan hätte!!
Bitte, tötet eure kinder nicht, gebt ihnen und euch die chance zu beweisen das auch ungewollte kinder ein unendliches glück bedeuten..
Bitte..


Carmen
 

 geschrieben am 27.08.2010 - 8:00
@JK22

Geldnot ist kein Argument? Und von was soll man ein Kind ernähren und kleiden? Allein die Erstausstattung kostet 1000 €. Und Du verurteilst die Frau deswegen? Was hätte sie machen sollen? Hast Du ihr Geld angeboten? Es ist so leicht über Menschen zu urteilen, wenn man nicht in ihrer Haut steckt.



Carmen
 

 geschrieben am 26.08.2010 - 11:51 Uhr
@Mary

In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Blinden. Er kann absolut nichts sehen und ist aber nur teilweise auf Hilfe im Alltag angewiesen. Das Meiste erledigt er allein. Er sagte nie: "Sei froh, daß du sehen kannst." Nein, er akzeptierte seine körperliche Behinderung und kommt mit der Bewältigung klar.
Eine Frau, die keine Kinder bekommen kann, hat mein Mitgefühl. Doch sie hat Möglichkeiten: sie lebt ihr Leben ohne Kinder, sie entscheidet sich für Adoption, für ein Pflegekind oder ist halt für fremde Kinder da, z.B. ehrenamtlich.
Ja, es erscheint der betroffenen, ungewollt kinderlosen Frau ungerecht, wenn eine andere ungewollt schwanger ist und abtreibt. Doch hat die Kinderlose ein Anrecht auf das ungewollte Baby? Wenn ich diese Überlegung fortsetze, dann befürchte ich eine grausige Entwicklung: die ungewollte Schwangere wäre zum Austragen gezwungen, sie wäre nur eine Brüterin. Wenn wir da die Grenze überschreiten, dann ist es nicht mehr weit mit Organhandel. Viele Menschen brauchen eine Niere. Und es gibt viele Menschen mit zwei gesunden Nieren. Darf man sie zwingen eine abzugeben?

Ich habe meine Tochter in der 14. SWS tot geboren, aber in all meiner Trauer kam mir nie in den Sinn andere Schwangere anzuklagen. Jede Frau hat ihre eigene persönliche Situation. Und Du kannst nie die Gesamtsituation fremder Frauen kennen.
Und jede Verhütung hat eine Versagerquote. Statistisch gesehen ist es normal, daß einige trotz Verhütung schwanger werden. Was sollen sie tun? Eine Verhütung setzt ein Zeichen: ich will kein Kind. Und gegen den Willen ein Kind zu bekommen, dazu soll niemand gezwungen werden.


JK22
 
Wohnort: Chemnitz
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jkullmann@hotmail.de
1985

 geschrieben am 26.08.2010 - 3:32
Hallo,

ich über diese Seite gestolpert und entsetzt was ich gesehen habe. Klar wusste ich, dass auch ein kleines Wesen schon bald wie ein Mensch aussieht, aber wie kann Deutschland eine Abtreibung erlauben wenn es nicht aus schlimmen Umständen (z.B. Vergewaltigung) entstanden ist? So entwickelt habe ich es mir nicht vorgestellt. Mich haben die Bilder schockiert.

Mein Vaters Freundin hat damals auch abgetrieben. Sie hatten Sex beim ersten Mal ohne Kondom und es entstand ein Lebewesen. Er erzählte es mir und meinte im gleichem Atemzug, wir haben kein Geld, sie lässt es wegmachen.

Ich war so entsetzt und wütend. Noch heute hat sie psychische Probleme und ehrlich gesagt, ich keinen Kontakt zu ihr. Ich bin nicht katholisch oder evangelisch, glaube aber an ein Wesen, der eine nennt es Gott, der andere Buddha. Wenn sich ein kleines Wesen zu uns gesellt, so darf man es einfach nicht töten. Wie sehr ich mir selbst so ein kleines Wesen gewünscht habe und es wollt nie zu mir kommen, so sehr verurteile ich die Freundin meines Vaters. Denn Geldnot ist für mich kein Argument. Auch wenn beide damals über 40 waren. Heute haben sie Geld aber sie ist nicht glücklich.....



Ein Pilger
 

 geschrieben am 25.08.2010 - 20:03 Uhr
@Mary,

Mary, du schreibst: "Manche treiben ab und wissen dieses Wunder nicht zu schätzen". Ja, sicher ist das teilweise so, aber trotzdem sind es in vielen Fällen gar nicht die Frauen selbst, im Gegenteil, ich kenne einige Frauen, denen es im Nachhinein unendlich Leid tut und die alles dafür geben würden, dieses Geschehen rückgängig zu machen.

Teilweise sind es andere Menschen, man könnte auch sagen schlechte Berater, die aus verschiedenen Gründen schlechte Berater sein könnnen. Beispielsweise, weil sie sich gar nicht erst in eine solche innige Liebesbeziehung, die ein Kind mit seiner Mutter verbindet hineindenken können, vielleicht auch nicht hineindenken wollen. Die Gründe hierfür sind sehr vielfältig, manchmal ist es auch einfach Egoismus, z.B. des Partners, manchmal wird eine werdende Mutter einfach erpresst, mit Androhen des Verlassens, des Geld/-Unterstützungsentzugs und manch anderen Drohmitteln.

Ich glaube, dass eine Frau, die so das Leben ihres Babys beendet, eben unter schlechter Beratung, Druck, Schüren von Zukunftsängsten usw. nur in wenigen Fällen wirklich schuld, bzw. nur teilweise mit am Tod ihres Kindes schuld ist.

Ich denke, wenn wir Menschen eines Tages unser teilweise verlorenes Vertrauen auf Gott zurückgewinnen werden und uns zurückbesinnen, dass es da ja einen gibt, dem wir unsere eigenes Leben zu verdanken haben, der uns erschaffen hat, der uns unendlich liebt und der jedes Mal unendlich mitleidet, wenn das Leben eines Kindes beendet wird, dann können wir ihm durch dieses wieder gewonnene Vertrauen alle unsere Probleme übergeben und sagen: Du hast in der Geschichte der Menschheit schon so oft eingegriffen, bitte helfe auch mir und meinem Kind, damit wir unser von Dir geschenktes Leben auch leben können.

Und sei sicher Mary, wenn wir das zu ihm sagen, wird er da sein, das hab ich schon so oft erfahren.

Wir können ihm alle unsere Sorgen und Probleme einfach übergeben und ihn bitten Sie zu wandeln, ins Gute zu wandeln, denn er ist nicht nur unser Gott und unser Schöpfer, sondern vor allem auch unser Freund, wenn wir es nur wollen und von ihm erbitten. In diesem Sinne werde ich heute Abend und morgen früh im Gebet besonders an alle Menschen denken, die vor der großen Entscheidung stehen, über Leben und Tod zu entscheiden. Ich werde für Sie beten, dass Sie sich für das Leben entscheiden und damit für den Weg der in die Zukunft führt, auch in ihre eigene Zukunft und auch wenn er manchmal nicht der einfachste Weg ist und ich werde für ihre Berater beten - dafür, dass diesen Menschen gute Berater zur Seite stehn. Ich spüre, dass ich nicht alleine dafür beten werde und ich danke jedem von ganzem Herzen, der sich anschließt.

Euch allen da draußen wünsche ich alles erdenklich Gute und einen Weg, der Zukunft heißt. Damit meine ich nicht, Geld, schickes Auto, Reisen und ein Girokonto im Haben - nein, mit Zukunft meine ich unter Umständen kein Geld, kein schickes Auto, keine großen Reisen und auch kein dickes Girokonto. Zukunft kann nur möglich werden durch die Liebe- eben dann, wenn nicht ich mir selbst an erster Stelle der Wichtigste bin.

Zum Schluß liebe Mary wünsche ich auch Dir und deinem Baby alles Gute und ich wünsche Dir und allen da draußen Gottes besonderen Segen - allen, die es zulassen.

Ein Pilger


Ein Pilger
 

 geschrieben am 25.08.2010 - 19:14
@Gast

Sorry Gast,

hier wird so oft von Verurteilung und Vorverurteilung gesprochen, aber ich kann fast nie eine solche erkennen.

Es geht hier doch stets um die Darstellung der eigenen Meinung und das sollte auch das Recht eines Jeden sein und bleiben, egal auf welcher Seite er steht.

Ein Pilger



Gast
 

 geschrieben am 24.08.2010 - 22:49 Uhr
@Mary,
dieses Thema wurde hier schon tausende Male besprochen. Es gibt immer Fehlerquoten bei der Verhütung.
Geniesse du erstmal deineFrühschwangerschaft.
Hinter fast jeder Abtreibung steckt meist eine schimme Geschichte, und m.E. ist es als Sünde anzusehen, Menschen, deren Lebensumstände man nicht kennt, einfach vorzuverurteilen.


Mary
 

 geschrieben am 24.08.2010 - 21:47
Ich finde es echt Top, das es diese Seite gibt um Frauen zu zeigen, was eigentlich auch mit dem Kind passiert.
Ich finde das Video stumme Schreie furchtbar und grausam.
Ich bin selbst in der 13.ssw und für mich wäre es nie in Frage gekommen MEIN BABY töten zu lassen. Ein Baby ist ein Teil von einem, den man schützen sollte.
Mein erstes Baby habe ich in der 11.ssw verloren.
Ich fands schrecklich und wusste auch nicht wohin mit meiner trauer. Frauen die Schwanger sind sollten es zu schätzen wissen,was es heißt schwanger werden zu können. es gibt viel zu viele bei denen es nicht klappt und Kinderlosbleiben. andere treiben ab und wissen nicht dieses Wunder zu schätzen.
Eine Ungerechtigkeit.
Vorallem warum können Frauen die nicht schwanger werden wollen ordentlich verhüten?
Ich verstehe es nicht.


Anna
 
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 geschrieben am 16.08.2010 - 13:37 Uhr
@zukümu

danke, dass Ihr Kind leben darf

ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie Menschen finden, die Ihnen helfend beistehen und Sie Ihr Kind aus ganzem Herzen annehmen und lieben können, trotz aller Schwierigkeiten, die Sie im Augenblick belasten.

LG


zukümu
 
Wohnort: Berlin
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1976

 geschrieben am 14.08.2010 - 23:53
Ich bin in der vierten Woche ungewollt schwanger. meine ganzen lebensumstände sind eine Katastrophe. Ich habe bereits 1 Tochter von 8 Jahren und ein weiteres Kind "paßt" gerade gar nicht.
Ich habe jedoch den Film: der stumme Schrei" und die Fotos gesehen. Es ist barbarisch.
Ich verurteile trotzdem niemanden der aus welchen Gründen auch immer abtreibt. Aber ich werde es nicht tun. Mein Kind wird leben...!


skeptischer Gast
 

 geschrieben am 13.08.2010 - 0:22 Uhr
@Iljkic
Tragisch, wie du dein "Schicksal" erzählst.
Vor 19 Jahren hattest du eine Abtreibung, und wie du erzählst, du wurdest mehr oder weniger gezwungen dazu. Seinerzeit warst du volljährig, also hattest du völlige Entscheidungsfreiheit, und was heisst "mehr oder weniger" gezwungen?
Es heisst definitv, du warst einverstanden mit der Abtreibung. Na und? Das Ganze ist jetzt 19 Jahre her, nunmehr hast du eine Tochter, welche alles andere braucht, als eine Mama, welche sich fertig macht wegen einer Fehlentscheidung, welche vor 19 Jahren passiert ist. Deine Tochter kann nicht´s dafür, aber Kinder haben ein Feingefühl, sie spüren, wenn es ihrer Mama nicht gut geht. Sei da für deine Tochter, schenk ihr alle deine Liebe und Fürsorge.
Wenn du die Abtreibung nicht verarbeiten kannst, dann würd ich dir zum Wohle deiner Tochter eine Therapie empfehlen.



Iljkic
 
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1971

 geschrieben am 8.08.2010 - 18:36
Also ich war 20 Jahre alt, als ich mehr oder weniger gedrängt wurde, eine Abtreibung zu machen. Das ist nun 19 Jahre her. Aber ich denke immer noch an das Kind. Ich habe nun eine Tochter von 8 JAHREN und bin glücklich verheiratet. Ich war aufgrund von Anderen zu dem Zeitpunkt auch der Meinung das das "keine große Sache" war. Aber danach war ich küger. Ich bin und werde niemals damit fertig werden. Es war das schlimmste Erlebnis in meinem Leben. Ich würde niemals jemandem den Rat zu einer Abtreibung geben. Man bekommt die Seele nie wieder frei. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich vom Tisch springen und mein Kind bekommen. Und das ist meine wahre Überzeugung. Ich war hinterher mindestens für 1 Jahr ein Wrack. Ich konnte keine Babys sehen und habe nur geweint. Das war sehr hart. Danach hatte ich während meiner 2. Schwangerschaft nur Angst. Angst davor für meine Tat damit bestraft zu werden, mein 2. Kind zu verlieren. Alles sagten mir, dass das Quatsch ist, aber ich hatte soooooooo eine Angst und meine Seele lief Amok. Ich habe eine super süße und tolle Tochter. Ich liebe sie über alles. Mein Kind von damals kann ich aber auch nicht vergessen und werde es auch nie. Es lebt für mich weiter!!!!!


Carmen
 

 geschrieben am 4.08.2010 - 13:58 Uhr
@Ina

Ich habe seit Jahren einen Führerschein und schätze mich als vorsichtige, umsichtige, erfahrenene Fahrerin ein. Trotzdem hatte ich schon mal einen Unfall. Warum? Weil andere Menschen am Straßenverkehr teilnehmen, weil ich nicht schnell genug reagiert habe, weil man auch mal unvorsichtig ist, weil es Zufall ist usw.

Und so kommt es zu ungeplanten Schwangerschaften. Jedes Verhütungsmittel hat eine Versagerquote, jeder Mensch kann das Mittel falsch oder ungenau anwenden, Nebenwirkunge - darüber weiß man nicht immer bescheid.

Auf gut Deutsch: Fehler passieren. Wir leben in keiner perfekten Welt. Selbst bei perfekter Anwendung der Verhütungsmittel treten Schwangerschaften auf. Und vergiß den Menschen nicht: nicht in jeder Situation ist er vernünftig.


Ina
 

 geschrieben am 3.08.2010 - 11:49
Ich habe auf dieser Seite sehr viele Berichte und persöhnliche Erfahrungen über Abtreibungen gelesen. Die Frauen und die Babys tun mir sehr leid, vorallem, weil ich selber einen Sohn habe. Eine Frage beschäftigt mich aber immer wieder. Wie kommt es überhaupt dazu ungeplant schwanger zu werden. Wie geht das in unseren Zeit. Ich habe schon viele Argumente gehört, aber die erscheinen mir sehr an den Haaren herbeigezogen. Es gubt Pille, wenn man die regelmäßig nimmt man wird nicht schwanger. Wirklich nicht. Es sind sehr viel mehr ungeplante Schwangerschaften als dieser 1%, bei denen das tatsächlichlich passiert. Antibiotika genommen - auf jedem Beipackzettel steht, dass einnahme eines Antibiotikums die wirkung der Pille beeinträchtigt, man kann auch die 10 Tage auf Sex verzichten, oder eine andere art von Sex haben, ohne Schwangerschaftsrisiko. Das gleiche gilt beim Durchfall ,Erbrechen und s.w. Die Warnungen stehen auf dem Beipackzettel jeder Pille ! Kondom geplatzt, aber das weiss man doch sofort, man kann einen Bereitschaftsmediziner rufen und er verschreibt eine Pille danach. In ersten 12 Stunden einen Abgang von noch ein paar Zellen auszulösen ist sicherlich nicht so schlimm, wie eine Abtreibung von einem ausgebildeten Baby. Ist aber auch eine schwere Entscheidung. Eigentlich schon die letzte möglichkeit.
Und noch, warum verdammt noch mal gehen Frauen Beziehungen mit Männern ein, die sich dann nicht mehr verantwortlich fühlen, wenn die Frau schwanger wird. Dass muß doch vorher schon auffallen, dass man sich nicht auf diesen Kerl verlassen kann. Wird man so schnell kopflos schwanger? Wie? (S.o.)
Ich finde, Frauen tragen in unserer modernen Welt eine große Verantwortung sich selbst und ihren Kindern gegenüber. Niemand kann einer Frau die Entscheidung schwanger zu werden abnehmen. Es sollten schon ganz junge mädchen das wissen und nicht leichtfertig mit ihrem Körper und ihrer Gesundheit umgehen, sondern sowohl lustvoll als auch verantwirtungsvoll.


Gast
 

 geschrieben am 2.08.2010 - 23:02 Uhr
Liebe Marie,
zweifelsohne habt ihr nun keine einfache Zeit, es ist nachzuvollziehen, wie sehr ihr darunter leiden müsst, dass Euer Pflegekind zu der leiblichen Mutter zurück musste. Leider ist es das Los von Pflegeeltern, dass man Pflegekinder nur auf Zeit hat. Vielleicht kann ich dich ein wenig beruhigen, das Jugendamt wird Mutter und Kind ganz gewiss engmaschig kontrollieren.

Ansonsten bin ich selbst sprachlos, es kann nicht sein, dass ein Kind ohne Umgewöhnungsphase von heut auf morgen von einem offensichtlich stabilen "Pflegeelternhaus" quasi in´s Ungewisse gezerrt wird.
Bei Kindergarten- und Schuleinführung wird Kindern eine "Eingewöhnungsphase" eingeräumt. Aber Pflegekinder können von heut auf morgen aus ihrem familiären Umfeld rausgerissen werden.

Es läuft so vieles falsch, und ganz viel auf Kosten von Kindern, welche unsere Zukunft sein sollten. Insgesamt gesehen ist es oft nur noch zum heulen.

Marie, ihr tut mir aufrichtig leid, ich weine mit euch und hoffe, so wie ihr, die Kleine hat eine Zukunft bei ihrer leiblichen Mutter.

Ich denk an euch!


Marie
 

 geschrieben am 2.08.2010 - 20:13
@Gast

Nein wir geben die hoffnung nicht auf , aber es ist auch verdammt hart jeden Tag aufs neue hoffen zumüssen klappt es klappt es nicht .

Heute morgen wurde mein Pflegekind abgeholt vom Jugendamt :( und seiner Leiblichen Mutter , obwohl es hieß erst in 3 Monaten :( aber dies war doch nicht so .
Die kleine hat so sehr geweint und geschrien sie klammerte sich so doll an mir fest sie wollte nicht mitgehn , die Frau vom Jugendamt war selbst sprachlos als sie gesehen hat , wie die kleine ihre mutter getretten hat und immer wieder gesagt hat ich will nicht mit dir mitkommen du tust mir weh du bist eine böse Mutter.

Ich fing selbst an zuheulen mir brach es das Herz das ich die kleine süsse maus gehen lassen musste :(.
Sie schrie immer und immer wieder Marie , Marie ,Marie ich will bei dir bleiben bitte bitte schick mich nicht weg .

Ich hatte keine chance mir blieben dann noch genau 30min mit ihr alleine um ihre sachen zupacken :( es tat so unendlich weh sie ziehen lassen zumüssen .Ich hab sie umarmt ihre stirn geküsst und hab ihr fest versprochen das ich sie besuchen komme und das sie jederzeit zu mir kommen darf .Sie sagte unter tränen ich hab dich doch so lieb und will bei euch bleiben du bist doch meine ersatzmama die jeden tag schöne dinge mit mir macht ich will für immer bei euch sein ihr seit mein zuhause.

Wir mein Mann und ich haben angst das es der kleinen bei ihrer Mutter wieder nicht gut geht , ich befürchte auch das sie nun einen seelischen Knacks bekommt .

Ich wünsche mir so sehr das ihre Mutter die kleine Prinzessin liebevoll nun behandelt und dem mäuschen das gibt was es auch verdient .


Gast
 

 geschrieben am 26.07.2010 - 21:44 Uhr
@Marie,
in erster Linie müsst ihr viel Geduld haben. Ihr seid ja noch jung.
Vielleicht kann ich dir etwas Mut zusprechen: eine meiner Kolleginnen bekam quasi von heute auf morgen ein Adoptivkind zugesprochen. Sie und ihr Mann hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Seit Feber dieses Jahres sind sie glückliche Eltern (sie bekamen ein Neugeborenes, welches sie direkt aus dem Krankenhaus holen konnten).

Alles Gute für Euch, gebt die Hoffnung nicht auf!


Marie
 

 geschrieben am 26.07.2010 - 7:45
@Gast

Das jugendamt hat vor gericht alles gesagt und es war nicht Positiv für die Mutter des Kindes , und der Richter hat trotzdem dafür entschieden das die kleine wieder zu ihrer Mutter muss , für das Jugendamt war das unverständlich weil sehr viele sachen vorgefallen sind die nicht zum wohl des Kindes gehören , Drogen , Alk , schläge usw .

In Deutschland muss man sehr viel geduld haben um ein Kind zubekommen über eine adoption das merken wir täglich da sind wir nicht die einzigsten .

Uns ist die Hautfarbe egal hauptsache dem kind geht es super bei uns und es bekommt von uns die liebe, geborgenheit & aufmerksamkeit die es braucht .

Auf Herz & Nieren prüfen haben die doch schon getan wir haben alles restlos alles offen gelegt .
Wir haben ein haus mit grossem grundstück
Mein Mann hat eine eigne Firma in der ich 3x die woche selbst arbeite um die Buchhaltung zumachen .
Wir haben beide keine Vorstrafen was die herren und damen ja sehen konnten im Polizeilichenführungszeugnis .

Was muss man also noch haben ????




Gast
 

 geschrieben am 23.07.2010 - 23:32 Uhr
@Marie,
ich kann es nachvollziehen, wie sehr du darunter leidest, dein Pflegekind wieder an die Mutter des Kindes abgeben zu müssen, allerdings sind es noch 3 Monate, wo du dein Pflegekind noch bei dir hast, in dieser Zeit kann sich noch viel ändern und das Jugendamt hat sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Ansonsten, bezüglich Adoptivkind, es dauert manchmal schier unendlich, bis man ein Adoptivkind zugesprochen bekommt. Man wird erstmal auf "Herz und Nieren" geprüft. Ihr dürft die Hoffnung nicht aufgeben!
Eine Frage noch: Würdet ihr auch ein Kind aus der dritten Welt aufnehmen (mit schwarzer Hautfarbe)?


Marie
 

 geschrieben am 23.07.2010 - 7:28
@Carmen

Wir würden auch ein älteres Kind nehmen , wir haben uns für beides vormerken lassen , aber es tut sich einfach nichts .
Nun bin ich 32 mein mann 34 und wir gehen davon aus das wir auch bald gesagt bekommen wir sind zu alt für eine Adoption .

Mein Pflegekind wird mich in ca 3 monaten wieder verlassen , entscheidung vom Amtsgericht es darf (muss) zurück zu ihrer leiblichen Mutter obwohl das Jugendamt dagegen war hat das Amtsgericht so entschieden .

Ich mache mir jetzt schon gedanken was passiert wenn die kleine wieder bei ihrer Mutter ist .
Da sie nicht fähig ist sich um das Kind richtig zukümmern wie es sich gehört .




Carmen
 

 geschrieben am 22.07.2010 - 22:48 Uhr
@Marie

Seid Ihr für ein Baby vorgemerkt oder würdet Ihr auch ein älteres Kind nehmen?


Marie
 

 geschrieben am 22.07.2010 - 12:09
@Gast

Ja ich habe es schon versucht ein Kind zu adoptieren , wir stehen seit 4 Jahren auf der Liste und bis heute ist nichts passiert .
Wir haben alles offen gelegt alle unterlagen waren vorhanden was die verlangt haben .
Wenn man dort anruft oder Persönlich dort erscheint , bekommt man nur die aussage man muss geduld haben .
Ich habe jemanden kennengelernt die auch sehr lange auf der Liste standen und was war am ende , ihnen wurde dann gesagt sie seien zualt um jetzt noch eine Adoption zuerlangen .

Ich frage mich ob es sein kann das man mit 35 jahren schon zualt dafür ist , was sagen die dann wenn man 40 ist , ist man dann in denen ihren augen schon scheintot ????

Zur zeit betreue ich ein Pflegekind für mich ist es schön einem kleinen Mädchen neuen lebensmut zuschenken die noch nie in ihrem kurzen leben eine schöne kindheit hatte .
Die kleine Maus kam bei mir an völlig verstört und sehr mager an da die eltern sich absolut nicht um das wohl des Kindes gekümmert haben , traurig aber wahr das es sowas immerwieder in Deutschland gibt .

Sie ist nun seit 6 Monaten bei mir & sie blüht von tag zu tag mehr auf , es gibt für mich nichts schöneres als in ihre strahlenden augen zuschauen wenn sie einen wunderschönen tag hatte .



Carmen
 

 geschrieben am 21.07.2010 - 22:35 Uhr
@Judith

Deine Freundin hatte die Entscheidung für die Abtreibung getroffen, weil sie damals keine andere Lösung hatte. Warum sollte sie dafür bestraft werden? Die Entscheidung an sich war sicher schwer. Es hat aber nichts mit der Fehlgeburt zu tun. Sag ihr, sie soll niemals dran glauben, daß bestimmte Entscheidungen sich ein Leben lang rächen.
Sie macht sich die Vorwürfe, daß sie nun das Kind mehr haben kann und das ist sehr schwer und traurig.
Ich rate ihr bei einem Gynäkologen sich untersuchen zu lassen, ob organisch alles in Ordnung ist. Vielleicht kann sie auf die Erfüllung des Kinderwunsches hoffen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß die Natur über das Leben des Embryos entscheidet. Viele Schwangerschaften enden auf diese Weise, manchmal sogar unbemerkt. Oft sind organische Ursachen vom Embryo der Grund. Dafür kann niemand etwas.


Gast
 

 geschrieben am 21.07.2010 - 21:56
@Marie,
es tut mir leid, dass du dein Kind verloren hast und du nunmehr auch kein Kind mehr bekommen kannst.
Trotz allem hast du nicht das Recht, über Mitmenschen zu urteilen. Du bist nicht die Einzige auf der Erde, welche Schicksalsschläge hinnehmen musste!

Ich bin auch gegen Abtreibung, allerdings widerstrebt es mir, im Vorfeld zu verurteilen.
Tja, und dass es alleinerziehende Mütter nicht leicht haben, das ist Tatsache. Nur, auch alleinerziehende Mutter können und sollen arbeiten gehen! Allein schon wegen der Versicherungszeiten, die Kinder bleiben nicht immer klein.
Zu deiner Aussage, dass du Bekannte hast, welche schon 4 Mal abtreiben liessen, nun, das ist zum Glück eher die Minderheit.

Abschliessend möchte ich dich fragen, ob du schon in Erwägung gezogen hast, ein Kind zu adoptieren.


Ein Pilger
 

 geschrieben am 21.07.2010 - 17:48 Uhr
Judith, es ist sicher nicht gut was da passiert ist, aber eins ist Gewiss, eine Strafe war es ganz sicher nicht, dass Deine Freundin ihr zweites Baby verloren hat.

Ich glaube nicht an einen strafenden Gott, und vor allem nicht auf eine solche "menschlich gedachte" Weise, denn Gott ist die Liebe und nichts als die Liebe.

Ich wünsche Deiner Freundin, dass ihr Wunsch noch in Erfüllung geht.

Alles Gute für Euch!

Ein Pilger


Judith
 

 geschrieben am 20.07.2010 - 22:59
Eine Freundin von mir hat vor zehn Jahren abgetrieben.
Damals dachte sie, da wäre "ja noch nichts" bis zur 12. Woche.
Ende letzten Jahres ist sie schwanger gewesen und hat von der Ärztin Broschüren mit bekommen.
Da hat sie so ein kleines Baby gesehen, mit Kopf und allem.
Ihr Baby hatte auch schon ein kleines Herz.

Aber sie hat dann eine Fehlgeburt bekommen.

Jetzt leidet sie doppelt.
Zum Einen, weil sie jetzt ihr Baby nicht bekommen konnte und 2. und vor Allem, weil ihr jetzt bewusst ist, was damal schon gewesen ist.

Sie sieht die Fehlgeburt als Strafe für damals und macht sich wahnsinnige Vorwürfe.

Damals wollte ihr Freund absolut nicht.
Letztes Mal wollte ihr Freund, aber sie hatte Zweifel, ob er geeignet wäre.


Ein Pilger
 

 geschrieben am 20.07.2010 - 17:09 Uhr
@ Carmen

in der Statistik ist jedes Jahr seit 1980 im Detail dargestellt. Es hat den Titel: "Deutschland: Die Zahl der Abtreibungen ist weiterhin rückläufig".

Gefunden habe ich sie unter der Seite:
http:/www.svss-uspda.ch/de/facts/deutschland.htm

Ein Pilger


Carmen
 

 geschrieben am 19.07.2010 - 15:33
@Ein Pilger

Hallo,

kannst Du mir bitte sagen, wo diese Statistik veröffentlicht wurde? Mich interessiert das nämlich. Ist die Anzahl der unerwünschten Schwangerschaften auch rückläufig? Danke

LG
Carmen


Ein Pilger
 

 geschrieben am 18.07.2010 - 10:50 Uhr
@ An alle Mütter in Not,

ich möchte stellvertretend Danke sagen an alle Mütter, die in Not waren und sich trotzdem für ihr Kind entschieden haben - auch wenn die Zukunft manchmal nicht "rosig aussah".

Ich möchte aber auch die Mütter bitten, die heute und in der neuen Woche vor der großen Entscheidung stehn, sich für oder gegen ihr Kind zu entscheiden, dass sie in ihre Entscheidung Gott mit einbinden, dass sie ihn wenigstens zulassen, dann wird es sicher eine sehr weise Entscheidung werden.

Ich werde diese Woche jeden Tag besonders für Euch beten, für jeden Einzelnen von Euch!

Ein Pilger


Ein Pilger
 

 geschrieben am 18.07.2010 - 10:25
Abtreibungen weiter rückläufig!

Es war heute morgen eine gute Nachricht, die bei mir diesen Sonntag einläutete, dann ich stieß bei einer Recherge auf den obigen Bericht, der für mich viel Aussagekraft hat.

Danach lag noch vor ca. 30 Jahren in Deutschland die Zahl der Abtreibungen bei 179.800 Menschen pro Jahr, 2008 bei noch 114.484 und im letzten Jahr noch bei 110.694. Es ist zwar jedes vom Menschen zerstörtes Leben eine Tragödie, und auch wenn es nur ein schwacher Trost ist, so durften doch alleine im letzten Jahr 3.790 Menschen leben, denen noch ein Jahr davor das Leben nicht gegönnt war. Im Vergleich zu 1980 waren es 69.106 Menschenleben pro Jahr, die nicht ausgelöscht wurden.

Ich freue mich sehr darüber, denn das sind 69.106 Leben pro Jahr, von denen Viele wieder Familien gründen werden und uns Menschen weiter in die Zukunft tragen. Jeder Einzelne davon ist unendlich wichtig. Eines Tages wird es auch von diesen Menschen Nachkommen geben, die begreifen werden, was wir in unserer Zeit für schlimme Dinge getan (zugelassen) haben.

Sicher gibt es für diese gute Entwicklung verschiedene Gründe, aber ich bin mir sicher, dass einer dieser Gründe Ihr da draußen seit - ihr, die ihr Euch jeden Tag dafür einsetzt, dass die, die sich selbst nicht beschützen können Hilfe und Schutz erfahren - sei es in Form von Aufklärung, in Form von Worten, in Form von guten Taten, in Form von Spenden oder in Form von Gebeten.

Egal, immer ist es die Liebe aus der dies alles erst möglich wird.

Danke Euch allen - In Verbundenheit,

Ein Pilger


Marie
 

 geschrieben am 9.07.2010 - 11:05 Uhr
@Gast

Du bist der meinung mein einfühlungsvermögen ist wie ein Nilpferd ok nehme ich so hin .
Aber woher willst du wissen das ich noch keine schicksalsschläge hinter mir habe ?

Ich habe 2005 mein ungeborenes Kind verloren im 7 Monat , sein Herz hörte einfach auf zuschlagen und ich musste es tot zur welt bringen auf normalem wege habe kein kaiserschnitt gemacht bekommen dafür sahen die Ärzte keinen anlass .
2007 bin ich an gebärmutterhalskrebs erkrankt habe eine total OP hinter mir so das ich niemals mehr ein Kind bekommen kann .
Meinst du soetwas zu erleben & damit klar zukommen ist einfach ?????

Über das Thema abtreibung kann man ewig diskutieren man wird nie auf einen nenner kommen .
Und es tut mir auch leid für Nisrin das sie so einen mann hatte , so einen wünsche ich keiner Frau .
Ich bin eben gegen abtreibung das ist meine Persönliche meinung und die kann mir keiner nehmen .

Und gast , nein geld alleine ist nicht alles auf der welt , um ein Kind zuerziehen usw gehört viel mehr dazu als nur Geld .
Der staat unterstützt zwar alleinerziehende mütter , aber dies auch nicht ausreichend .
Eine alleinerziehende hat es in diesem Staat nicht einfach das sehe ich täglich im bekanntenkreis .

Aber ich sehe auch noch andere dinge im bekanntenkreis , was würdest du dazu sagen wenn eine Frau schon 4x abgetrieben hat weil sie nie verhütet findest du dies gut ????

Jede Frau kann über ihren Körper selbst entscheiden was sie damit macht oder machen läßt aber ich finde es eben sehr sehr traurig das es immer wieder soviele abtreibungen gibt weil Frauen nicht richtig verhüten oder andere es andere hintergründe gibt .

@Nisrin

ich wollte dich mit meinem beitrag nicht persönlich angreiffen wenn das so rüber kam dann tut es mir leid und ich entschuldige mich dafür .
Du hast es in dieser Zeit gewiss nicht leicht gehabt , und das alleine schon wegen deinem Ex - partner .
es war deine entscheidung die du getroffen hast , und diese kannst du heute leider nicht mehr rückgängig machen , aber ich denke mal wärst du heute wieder in so einer situation würdest du dich sicherlich anderst entscheiden .
Ich wünsche dir von Herzen , das du dein persönliches Glück und wohlbefinden wieder findest .





Carmen
 

 geschrieben am 5.07.2010 - 14:51
@Marie

Warum soll eine schwangere Frau, die überlegt, ob sie das Kind behält, an kinderlose Frauen denken? Sollen alle unerwünschten Kinder auf die Welt kommen, damit Kinderlose zu ihrem Wunschkind kommen?
Paare, die keine Kinder bekommen können, erlangen dadurch nicht automatisch das Recht auf fremde Kinder. Bei der Adoption geht es in erster Linie darum, daß elternlose Kinder Eltern finden, nicht kinderlose Eltern ein Kind.
Ich zitiere mich selbst zum Thema Adoption als Alternative zur Abtreibung:

"Allerdings ist keine wahre Alternative, wenn die Frau das Kind überhaupt nicht austragen will. Die gesellschaftliche Ächtung wird hier außer Acht gelassen. Zudem ist eine Abtreibung meistens risikoärmer als eine Schwangerschaft (kommt auf den Verlauf an).
Beantworte mir bitte die Frage, wie eine Frau mit der Ächtung umgehen soll. Die Schwangerschaft wird sie kaum geheim halten können. Und einige Kollegen könnten spontan eine Babyparty veranstalten. Wie würde die Frau dann dastehen? Wie würde es ihr seelisch gehen?
Die Nachbarn werden fragen und gratulieren. Eines Tages geht die Frau mit dickem Bauch ins Krankenhaus, kommt mit flachen Bauch, aber ohne Kind raus.
Dann vergessen wir nicht den Wochenfluß, den Babyblues, den Milcheinschuß, den Rückbildungskurs (zu dem die Frauen oft ihre Babies mitbringen), der Chef, der Mutterschutz gewähren muß usw.
Unter diesen Gesichtspunkten ist das für mich keine gute Alternative. Und der Frau wird es nicht besser gehen, wenn sie sich einredet, daß sie ihr Kind nicht getötet, sondern ein Leben ermöglicht hat. Das ist Illusion. Und eines Tages wird das Kind vor der Tür stehen. Soll sie dann sagen: ich wollte dich nicht abtreiben? Das Kind wird selten dafür Verständnis zeigen. Die meisten wären sehr verstört. Leider wird von solchen Fällen nicht berichtet. "

Eine Frau aus moralischen Gründen zu zwingen zu gebären, in solch einer Gesellschaft will ich nicht leben. Mein Körper und die Kontrolle darüber darf mir keine Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt nehmen, auch nicht, wenn ich schwanger bin.

Wie stellst Du Dir das in der Realität vor?

Außerdem müssen Menschen irgendwann klarkommen, wenn sie keine Kinder bekommen können. Im Alltag begegnen sie auch schwangeren Frauen. Sollen sie dann die Straßenseite wechseln?

In jedem Leben wünscht sich jemand etwas, das ihm nicht zuteil werden kann, aber er muß damit leben.


Gast
 

 geschrieben am 5.07.2010 - 12:53 Uhr
@ Marie

Nach beiden Kommentaren zu Nisrin, gehe ich davon aus, dass du die Geschichte nicht gelesen hast, sondern nur das gelesen hast, was dich interessiert. ==> Abgetrieben!!

Denn wenn du genau liest, weißt du, dass sie sich sehr wohl von ihrem Partner getrennt hat.

Deine Aussagen, kommen daher, dass du wenig Ahnung vom Leben hast und dass du dich nie in solch oder ähnlicher Situation befunden hast. Auch schein dein Horizont sehr beschränkt zu sein, das kommt auch aus mangelnder Lebenserfahrung.

Wie auch schon zuvor geschrieben, hält das Leben für uns alle etwas bereit und auch für dich und sag niemals nie!
Ich habe gestern wieder einen Bericht von Zwillingen im Fernsehn gesehen, die auf der Suche nach Ihrer leiblichen Mutter waren. Die waren fix und fertig und verstehen die Welt nicht, warum ihre Mutter sie zur Adoption frei gegeben hat.

Ämter, Unterstützung gut uns schön und Gott sei Dank leben wir in so einem Sozialstaat, der unterstützt, wo es nur geht. Aber bitte sei mir nicht böse, der Sozialstaat wird es schon richten?
Glaubst du Geld ist alles?

Was ist mit den ganzen Gefühlen die hier zerstört wurden? Glaubst du ein Kind lebt nur vom Geldbeutel des Sozialstaates? Glaubst du es ist die Lösung das Kind zur Adoption frei zu geben und damit das Kind plus die Mutter psychisch den Rest des Lebens zu zeichnen.

Prozentuell sind es vielleicht 1% von 100% die mit einer Adoption klar kommen. Beiderseits.

Dir kann ich nichts auf den Weg geben. Es ist schön, dass du so hinter den Kindern stehst. Es sind jedoch drei Perspektiven zu betrachten und nicht nur eine.

Die Sendungen im TV sind das perfekte Beispiel wo Mütter auftreten und mit null Gefühlen über ihre Kinder sprechen, das bricht mir das Herz. Also ganz Ehrlich, diesen Kindern helfen Aussagen wie deine überhaupt nicht.

Und bitte nicht falsch verstehen, ich muss das erwähnen, weil du ja nur zwischen den Zeilen liest. Das ist keine Legitimation und Freibrief für Abtreibungen, sondern soll darstellen, dass das eine ganz verzwickte Situation ist und nicht so einfach, wie du es hier schilderst, zu Lösen ist.

Denk mal ein bisschen nach...
LG


Carmen
 

 geschrieben am 5.07.2010 - 12:17
@Nisrin

Es ist traurig, daß der Druck des Freundes so groß war, daß Du Dich ihm gebeugt hast. Ich kann nicht sagen, wie man sich fühlt, da ich in solcher Situation nicht war. Daher fällt es mir schwer mir vorzustellen, Du hättest keine andere Wahl.
Nun lebst Du damit und versuchst klarzukommen. Das ist sicher schwer. Eventuell würde Dir ein Ansprechpartner oder Therapeut helfen.


Nisrin
 

 geschrieben am 4.07.2010 - 3:10 Uhr
@ Pilger

Ja da hast du recht, ich habe mein Kleines geliebt, sehr sogar und ich tu es immer noch.
Danke, für deine lieben Zeilen.

Liebe Grüße


Nisrin
 
1980

 geschrieben am 3.07.2010 - 23:57
@ Marie

Liebe Marie!

Ich habe meine Geschichte hier nicht gepostet, um meine Tat zu rechtfertigen.
Auch wage ich hier nicht über andere zu urteilen. So lange man sich nicht in einer Situation befindet, kann man darüber nicht urteilen.
Als Außenstehende, objektiv betrachtet, würde ich wahrscheinlich auch so denken. Nur nach meinen Erfahrungen, gehe ich mit solchen Geschehnissen aber anders um.

Auch habe ich die Schuld nicht auf meinen Ex geschoben, denn letzendlich habe ich die Entscheidung getroffen. Doch ich habe mich unwissentlich in diese Situation begeben, und das war nicht meine Schuld.

Sei etwas vorsichtiger mit deiner Wortwahl. Du kannst deine Gedanken und deine Einstellung nicht von jedem erwarten. Das hier ist ein freies Forum und meine Posting richtet sich nicht an Menschen wie dich.
Ich habe angemerkt, an wem es sich richtet.

Es ist meine Geschichte und so hat jeder seine Geschichte, viele Geschichten und viele Situationen, die man nicht pauschal bewerten kann. Wenn du fertig damit geworden wärst ist das schön für dich, ich wurde es nicht.
Es ist sicher nichts neues für dich, dass wir Menschen unterschiedlich in unserer Verarbeitung der Dinge sowie in Reaktionen auf Aktionen reagieren.

Das Thema Abtreibung ist ein sehr heikles Thema, dementsprechend vorsichtig sollte man mit seiner Beurteilung und Wortwahl sein.

LG







Marie
 

 geschrieben am 30.06.2010 - 8:28 Uhr
@ Ein Pilger

Klar scheint sie es heute bitter zubereuen dies getan zuhaben , aber man bedenke mal sie hätte sich dem ganzen druck auch entziehen können in dem sie sich von diesem Herren getrennt hätte .

Doch diesen Mut hatte sie leider nicht , NEIN sie hatte lieber den Mut ein unschuldiges Kind abzutreiben das für diese Situation nichts konnte .

Warum hat sie nicht alles bei der beratungsstelle erzählt unter welchem druck sie steht ?
Das sind doch fachleute denen man sich anvertrauen kann , und ich denke die hätten ihr andere lösungswege vorstellen können .

Für mich gibt es da keine entschuldigung , keine ausrede usw ....um ein ungeborenes Leben abzutreiben denn es gibt viele wege und möglichkeiten sich anderst zuentscheiden .

Es gibt sehr viele Frauen die leider kein eignes Kind haben können , warum wird dies nicht beachtet ?
Es wird immer nur beachtet die leichten wege zugehen um ein Kind abzutreiben egal aus welchen gründen .
Die Damen die ein Kind einfach so abtreiben lassen sollten bedenken das sehr viele Frauen gerne ein Baby hätten , wieso bekommen frauen ein ungewolltes Kind nicht und geben es dann zur Adoption frei das wäre besser als es zu Töten , denn dieses kleine wesen hätte dann die möglichkeit in eine Familie zukommen wo es von ganzem Herzen geliebt wird .

Die meinungen zum Thema abtreibung gehen sehr weit auseinander und man kann darüber sehr lange Diskutieren , aber nicht mit mir weil ich der überzeugung bin Abtreibung ist und bleibt Mord egal zu welchem Zeitpunkt der schwangerschaft .






Gast
 

 geschrieben am 29.06.2010 - 22:17
@Marie,
eines soll dir einmal gesagt sein: Du hast ein Einfühlungsvermögen wie ein stupides Nilpferd!!!!!

Nisrin musste viel Leid durchmachen, sie leidet heute noch!!!!

@Marie,
ich wünsche dir, das du niemals einen Schicksalsschlag erleiden musst. Doch, das Leben hält einiges für uns bereit. Niemand von uns weiss, was uns noch bevorsteht. Und es kann sein, dass du auch einmal Hilfe brauchst - was würdest du sagen, wenn dir jemand so antworten würde, wenn du in Not bist, so wie du antwortest. Denk mal nach!!!


Ein Pilger
 

 geschrieben am 29.06.2010 - 20:23 Uhr
@ Heidi

Danke Heidi, für die lieben Zeilen, aber ich möchte keine Sonderrechte bekommen.

Ich glaube, dass alle Menschen, die hier auf dieser Seite schreiben dies aus ihrer inneren Überzeugung tun. Auch wenn die Ansichten unterschiedlich sind, ist es auch wichtig, die Standpunkte aller zu achten und zu akzeptieren.

Ich glaube auch daran, dass in jedem Menschen dieser gute Kern wohnt, diesen guten Kern, den es nur zu entdecken gilt. Meine Erfahrung zeigt, dass - wenn er endeckt ist, alles möglich wird.

In diesem Sinne will ich alle Menschen, die es zulassen in mein Gebet einschließen und wenn sie möchten, können sie einfach mitbeten. Wenn es viele tun - ich meine aus dem Herzen tun, dann wird es sicher ein sehr mächtiges Gebet werden - ein Gebet für alle, die in Not sind - auch für alle die es gar nicht ahnen.

Danke an Alle!

Ein Pilger


Ein Pilger
 

 geschrieben am 29.06.2010 - 20:02
@ Marie

Marie, ich kann mir vorstellen, dass Nisri heute anders entscheiden würde - das glaube ich aus ihren Zeilen zu lesen.

Manchmal ist es im Leben sehr schwer, unter Druck, Stress und in Not die richtige Entscheidung zu treffen. Letztlich weiß ich auch nicht, ob man in einer solchen Situation überhaupt der Mutter die ganze Verantwortung auflasten kann. Für mich spielen hier vor allem die Menschen, die den seelischen Druck ausübten, die diesen Schritt von ihr verlangten, die offensichtlich aus rein egoistischen Gründen ein Leben opferten, die Hauptverantwortung für dieses Handeln.

Ich glaube auch, dass das Kind einer Mutter, egal, ob es letztlich geboren wurde, oder eben nicht eine tiefe innere Beziehung zu ihrer Mutter hat. Ich meine eine Beziehung für immer, eine Beziehung durch Raum und Zeit, eine Beziehung der tiefen Liebe, weil sie eins sind und ich glaube auch, dass sie sich eines Tages wieder sehen/spüren werden.

Es ist sicher falsch, sein eigenes Kind zu töten, egal, wie alt dieses Kind ist, aber es wird wohl einen Unterschied geben in den Fällen, in denen es unter Ausübung von Druck, absichtlicher falscher Beratung oder Ausübung sonstigen niederen Gründen durch Dritte passierte.

Wenn einer Mutter im nachhinein aus aufrichtiger Erkenntnis klar wird, was sie da eigentlich getan hat, dies ehrlich aus tiefem Herzen bereut und es Gott bringt, ihn um Verzeihung bittet, dann so glaube ich hat sie diesen Weg begonnen für eben diese tiefe Beziehung, die ewig währt.

So wünsche ich Nisri alles das, was sie nicht haben konnte. Ich wünsche ihr ehrliche Liebe, ich wünsche ihr eines Tages eine Familie und ich wünsche ihr das Bewußtsein, dass sie spürt, dass es da irgendwo jemanden gibt, der ein Teil von ihr ist und der immer noch existiert, so wie wir Menschen es uns eben nicht vorstellen können. Wenn wir einst dieses kleine und kurze Erdenleben, von dem wir denken, dass es "Alles" ist, hinter uns gebracht haben, dann werden wir erkennen, dass das, was wir erkannt haben nichts von dem ist, was es zu erkennen gab.

Unser Leben ist im Vergleich zu dem, was danach kommt weniger als ein kleiner Punkt auf einer Tafel, weniger als ein Grashalm auf einer Wiese und weniger als ein Tropfen im Meer und doch denken wir begrenzte Menschen immer, darauf kommt es an - auf dieses Leben kommt es an, da muß der Job passen, die Schulbildung, das Bankkonto, Outfit nicht zu vergessen die Freizeit, Urlaub, Auto und, und und. All das ist aber mit einem Streich vorbei, nur oberflächlich wichtig, wie ein Make Up ist es vergänglich, was einzig bleibt, was ins Herz geschrieben ist, das ist die Liebe und zwar eine Liebe, wie ich sie mir nur erahnen kann, aber nicht erfassen kann, weil aus wahrer Liebe noch mehr Liebe wird und aus mehr Liebe unendliche Liebe und weil wir eines Tages wenn wir das erkannt haben ein Teil dieser unendlichen Liebe werden - ganz ungeschminkt, so wie wir sind, Menschen mit Schwächen aber mit dem Willen, das Gute zu suchen und zu tun.

Ja, letztlich kommt es dann wohl doch darauf an, ob wir hier immer nur von Liebe sprechen oder ob wir auch Liebe meinen.

Nisri, nach Deinen Zeilen glaube ich, dass du dein Kind geliebt hast und dass du es auch immer noch liebst. Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns vor ein paar Jahren auf dieser Seite begegnet wären.

Alles Gute Nisri, ich denk an Euch.

Ein Pilger


Marie
 

 geschrieben am 29.06.2010 - 13:07 Uhr
Hallo Nisrin

Ich habe mir deine geschichte durch gelesen und bin sprachlos .

Wieso hast du abgetrieben ???

Kein Mensch der Welt kann dich zu einer abtreibung zwingen auch nicht dein EX.
Wenn er dieses Kind nicht wollte war es seine sache , aber DU als Mutter dieses Kindes trägst alleine die entscheidung das Baby zubekommen und NICHT ER .
Dieses Kind war in deinem Bauch , es war unter deinem Herzen und nicht unter seinem .
DU hättest das Kind bekommen können , weil hilfe von bestimmten stellen hättest du auf jedenfall bekommen .
Es gibt keine rechtfertigung um ein ungeborenes Leben einfach so abzutreiben für mich ist und bleibt es mord egal in welcher woche der schwangerschaft sich eine Frau befindet .
Dieses Baby konnte nichts dafür , das es so einen Komischen Vater gehabt hätte , aber du als Erwachsene Frau hättest einen anderen weg einschlagen können statt abtreiben , wieso hast du ihn nicht einfach verlassen ?
Oder hast ihn rausgeworfen ?

Mit Liebe hat soetwas nichts zutun , wenn mich mein Partner aufrichtig liebt das steht er hinter mir und meiner schwangerschaft.

Ich bin der meinung du bist den falschen weg gegangen , und wenn du ehrlich bist zu dir selbst weisst du dies auch selbst .


Lg Marie


Carmen
 

 geschrieben am 29.06.2010 - 11:07
Meine Antworten im Forum.


Nisrin
 
Wohnort: Österreich
1980

 geschrieben am 28.06.2010 - 14:54 Uhr
Hallo ihr Lieben!

Ich möchte hier meine Geschichte erzählen, die mich lange Zeit zu einem psychischen Wrack gemacht hat.....
Ich hatte eine Beziehung und diese schon zwei Jahre, mein Partner damals schon über vierzig und ich gerade mal siebenundzwanzig. Ich hatte nie verhütet und wurde nicht leicht schwanger, da ich eine Hormonstörung habe. Doch eines Tages hatte ich so ein warmes Gefühl in mir, es war wie eine Stimme die mir sagte, dieses Mal hat es geklappt du bist schwanger....
Als ich einen Test machte, wie schon hunderte Male vorher, und dieser dann wirklich positiv war, hat es mir fast den Boden von den Füßen weggezogen..

Ich war der glücklichste Mensch auf dieser Erde, es war für mich ein Wunder das geschehen ist und ich kann mein Gefühl, das ich zu diesem Zeitpunkt hatte, nicht in Worte fassen, es war nicht von dieser Welt..

Ich habe meinen Partner darum gebeten, einen zweiten Schwangerschaftstest zu kaufen, um sicher zu gehen, gesagt getan...
Zweiter Test auch positiv. Vor lauter Glück ging ich zu meiner Mutter und erzählte von meiner Schwangerschaft, meinen Geschwistern, meinen Freunden, ich war einfach so hin und weg...

Es war eben ein Wunder geschehen, bis ich dann wieder nach hause kam und auf den Boden der Realität zurück geholt wurde .....das scheinbar größte Glück meines Lebens sollte nicht lange anhalten.

Keine Stunde später, bat mich der Mensch den ich für einen sehr gläubingen und aufrechten Menschen hielt, der so reif war und niemals an einen Schwangerschaftsabbruch denken würde, diese Schwangerschaft zu beenden.. es sei nicht der richtige Zeitpunkt!!

Einfach so, diese schwerwiegenden Worte in dieser Leichtigkeit auszusprechen, das war unfassbar für mich. Ich bekam einen Wutanfall, konnte es nicht glauben, musste mich zwicken, um sicher zu gehen, dass ich munter bin.
Er hat auch schon einen Termin in der Klinik vereinbart, sagte er mir.... was? wie bitte?

Als ich mich weigerte und ihm versucht habe zu erklären, was er hier von mir verlangt, fing er an komplett auszuticken, fing an sich ins Gesicht zu schlagen. Er sagte mir, wenn ich dieses Kind bekomme, dann töte ich ihm damit und wenn ich dieses Kind abtreibe dann biete er mir antike Bücher dafür (es hört sich total abgefahren an, aber es ist die Wahrheit), die ich dann teuer verkaufen könnte, so quasi als Geschenk....

Es ging die ganze Nacht hin und her, Schreianfälle, total abgefahrene Aktionen von Ihm, wie ein Irrer, ich dachte, ich sei in einem Film, im wahrsten Sinne des Wortes.
Kann mich dieser Mann so getäuscht haben? Was will Gott mir damit zeigen?
Ist das ein Zeichen? Was mache ich nun? Ich habe eine eises Kälte gegenüber Ihn entwickelt, habe ihm angefangen zu hassen, aus dem Nichts.

Ich habe lange hin und her überlegt und habe mich dafür entschlossen, die Schwangerschaft abzubrechen und ihn zu verlassen. Ich habe nicht nach meinen Gefühlen gehandelt, sondern nach meinem Verstand, der mir sagte, deine Schwangerschaft, dein Kind, dieser Terror, dieser Erinnerungen? Wie siehst du dem Kind in die Augen?
Wie erzählst ihm von seinem Vater? Ich hatte Angst von mir selbst bekommen, damit werde ich nicht fertig, ich kann das nicht, ich habe das immer und immer wieder wiederholt.

Der nächste Tag... der Horror, der Gang zur Abtreibungsklinik, vor der Klinik Abtreibungsgegner, die versucht haben mit ihm zu reden. Er war total aggressiv, hat jeden abgewiesen.... ich wollte meine Entscheidung nochmals revidieren, er spielte mir einen Infarkt vor, auf offener Straße....
Die Stiegen rauf, in die Klinik hinein wartete ich auf mein Gespräch mit der Psychologin.
Als ich dran war, fragte Sie mich:“Ist das wirklich Ihre Entscheidung“?
Ich sah sie an, die Tränen in den Augen, ich sagte:“Es ist unsere Entscheidung“!

Das wars. Nochmals draußen Platz nehmen und warten bis ich dran komme. Assistentin kommt mit einem Schwangerschaftstest, um sicher zu gehen, das ich auch schwanger bin.
Während der Wartezeit, sah ich die Frauen aus ein gehen, wie im Supermarkt, ich konnte das nicht fassen. Es war wie im Supermarkt. Manche davon, machten den Eindruck, als wäre das so normal.... ich war fertig mit dieser Welt. Ich kam dran. Umziehen und dann wurde Ultraschall gemacht. Der Arzt fragte mich noch:“ Wollen Sie noch warten“? Es ist noch eine sehr junge Schwangerschaft, fünfte Woche, vielleicht geht es ja von selbst ab...passiert häufig. Ich sagte nein, bringen wir es bitte hinter uns.

Schon habe ich geschlafen und schon bin ich wieder aufgewacht. Ich bekam etwas zu drinken und etwas süßes, es war vorbei, die Schwangerschaft beendet. Mein Partner kam zu mir, so liebenswürdig, umarmte mich, er war so froh, er sagte mir er wäre so erleichtert. Es würde ein neues Leben beginnen. Ich konnte in seinen Augen seine Freude und Erleichterung sehen. Er fasste meine Hand und ich habe mich aggressiv gewehrt. Ich habe diesen Menschen gehasst, ich habe alles gehasst. Ich habe Depressionen bekommen. Ich habe ihm beschimpft. Ich konnte keine schwangere Frau mehr sehen, keinen Babies. Ich habe geweint. Ich habe mich so leer gefühlt. Wertlos fix und fertig.... an diesem Tag an dem ich mein Kind abgetrieben habe, ist ein Teil von mir gestorben.

Ich lebe jetzt, drei Jahre nach diesem Vorfall, mit einem anderen Mann zusammen, wir haben geheiratet, ich liebe ihm mehr als alles andere auf dieser Welt, nach und nach finde ich zu mir selbst, ich nehme mein altes Ich an. Bin fröhlich und kann wieder lachen, aber nie wieder so unschuldig lachen wie ich es davor tat. Ich habe die Welt damals nicht verstanden, ich hätte mir in hundert Jahren nicht gedacht, dass dieser Mensch zu solchen Aktionen fähig war. Nie hatte ich mir Gedanken darüber gemacht. Abtreibung für mich ein Fremdwort, nicht existent in meinem Vokabular. Doch es kam alles anders. Er war ein guter Schauspieler, ein verdammt guter. Ich bin davon überzeugt, dass er nicht verschont geblieben ist.
Manchmal frage ich mich immer noch, wie ich mit so einem Menschen zusammen sein konnte? Wie nur? Und manchmal denke ich mir, dass mir Gott, damit das wahre Gesicht von ihm gezeigt hat und mich auf den richtigen Weg gebracht hat. Ich habe es nicht fertig gebracht zu sagen, ich mache alles alleine, ich treibe nicht ab, weil ich an so viele Sachen gedacht habe und für mich dieser Entschluss dann der einzige war.

Ich wusste, dass ich mich damit kaputt machen würde, wusste aber auch, dass ich mich anders rum kaputt gemacht hätte. In jedem Fall, hätte ich nach dem was ich erlebt habe, niemals wieder ein normales Leben geführt.
Ich konnte mir nicht vorstellen, mit so einem Heuchler, mein Leben weiter zu leben, niemals. Kinder können nie etwas dafür, sie sind nicht die Schuldtragenden.

Meine Geschichte richtet sich an Männer die keine Kinder wollen und sich nicht wirklich Gedanken darüber machen, was sie den Frauen antun, die das eigentlich nicht wissen, indem sie verlangen das Kind „wegzumachen“. Ich möchte da auch nochmal daran erinnern, dass das vielleicht ein „Zellhaufen“, so wie es mein damaliger Partner nannte, ist, aber wir sind doch alle Zellhaufen.
Ihr tötet diese Frauen.
Ihr tötet einen ganz entscheidenden Teil dieser Frauen. Überlegt bevor ihr handelt und rennt nicht vor euren eigenen Taten davon. Vor allem glaubt nicht, dass das „Wegmachen“ das Geschehene ungeschehen macht.


Liebe Grüße


Heidi
 
Sitebewertung

 geschrieben am 24.06.2010 - 8:44
Liebes Pro-Leben Team,

schaltet bitte IMMMER die Einträge von "Pilger" auch in diesem Gästebuch frei, denn sie sind ein Stück Lebenshilfe für viele Menschen.

@Leni
ganz herzlichen Dank für Ihr Zeugnis und herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Entscheidung. Ihnen, Ihrem Kind und Ihrem ungeborenen Baby wünsche ich Gottes Segen, Gesundheit und ganz viel Freude.

Es ist leider traurige Gewissheit, dass es mittlerweile leichter und unbürokratischer ist, ein Kind töten zu lassen, als einen Baum zu fällen


Leni
 

 geschrieben am 23.06.2010 - 23:33 Uhr
Hallo Zusammen,

ich bin auf diese Seite durch eine Freundin gekommen, und nun möchte ich euch meine persönliche Geschichte schreiben. Viele werden sie verstehen & andere wieder nicht .

Ich habe letzte Woche erfahren das ich erneut schwanger bin, was aber auf keinen Fall geplant war, da ich ja auch verhütet habe mit der Spirale .
Ich war sehr, sehr lange hin und hergerissen weil ich seit 9 Monaten Mama bin von einem super süßem Kind.

Habe mir dann ein Beratungsgesprächtermin vereinbart bei Pro Familia weil ich mir dort einen Rat holen wollte für/oder gegen das Kind .
Ich war auch bei diesem Termin was mir aber NULL gebracht hatte. Ich war am Ende genauso ratlos also vorher auch.
Am Ende des Gesprächs bekam ich diesen Schein in die Hand gedrückt, dass ich mich hab ausführlich beraten lassen. Und dazu bekam ich noch eine Liste mit Ärzten, die einen Abbruch der Schwangerschaft durchführen .

Als ich zuhause war musste ich mich erstmal sammeln, weil ich komplett runter mit den Nerven war, da mir dort ja auch erklärt wurde welche Form einer Abtreibung in Frage käme .

Ich hatte nun 3 Tage Bedenkzeit. Dann sollte ich mich an einen Arzt wenden der einen solchen Eingriff vornimmt. Ich rief in einer diesen gewissen Praxen an bat um einen Termin, den ich auch recht schnell bekam. Zwei Tage später fuhr ich zu dieser Praxis. Mir war Kotzübel, mein Magen drehte sich um, eine Freundin hat mich dahin begleitet.

Als ich die Praxis betrat dachte ich mein Herz bleibt stehen. Es kam mir so vor als hätten die schon auf mich gewartet. Ich war sehr überrascht das ich sofort ins Ärztezimmer durchgehen konnte.

Ich war vielleicht 2 Minuten alleine in diesem Raum dann betrat der Arzt das Zimmer. Eigentlich recht freundlich zum Anfang hin. Er unterhielt sich mit mir über die Form der Abtreibung, die für mich in Frage käme. Ich war einfach nur sprachlos. Dieser Mensch kannte mich nicht, hat mich NIE untersucht und wollte mir gleich die ART vorgeben was für mich in Frage käme. Ich war fassungslos .....

Er riet mir Mifegyne und erklärte mir alles ins kleinste Detail ohne Wenn und Aber.
Nach seinem 20 Minuten Vortrag über Mifegyne und den ganzen Ablauf lies er mich alleine mit den Worten: „Ich soll meine Entscheidung nun treffen, denn die Zeit würde mir wegrennen“.

Nach 10 Min kam er zurück mit Tabletten in einem kleinen Behälter und einer Tasse Tee. Diese stellte er vor mir ab.

Dies war eindeutig zuviel für mich, ich brach in Tränen aus und räumte wie in Trance mit einer Hand den Tisch ab, so dass der Tee, Tabletten, und seine Sachen vom Tisch flogen. Ich hab diese Person angeschrieen ...Meine Freundin hörte das und kam rein ohne auf die Sprechstundenhilfe zu hören, dass sie nicht das Behandlungszimmer betreten darf.

Sie versuchte mich zu beruhigen. Aber ich war so außer mir, da ich nur ein Ziel hatte dieser Person meine Meinung zu sagen, wie er dazu kommt MEINE Entscheidung mir abnehmen zu wollen ....mir noch nicht einmal mehr die Möglichkeit läßt ein Normales Gespräch zu führen mit ihm.

Er sagte immer und immer wieder diesen einen Satz „Die Zeit rennt ihnen davon, bald ist kein Abbruch mehr möglich deswegen sind sie doch hier“.

Diese Person hatte nichts verstanden, rein gar nichts!!! ICH wollte MICH informieren MEHR nicht. Ich hatte mit keinem WORT erwähnt das ich einen Abbruch möchte.

Mich hielt nichts mehr ...ich habe diese Person mit Worten so beleidigt, dass es mir danach RICHTIG gut ging .

Ich verlies mit den Worten : SIE WERDEN NIEMALS ÜBER DEN TOT ODER DAS LEBEN MEINES KINDES ENTSCHEIDEN. DIESE ENTSCHEIDUNG TREFFE NUR ICH GANZ ALLEINE UND SONST KEINER UND IHRE ART HAT MICH NUN SEHR BESTÄRKT DAS ICH MEIN BABY ZUR WELT BRINGEN WERDE UND NIEMAND WIRD MICH DARAN HINDERN!!!

Er rief mir nur noch hinterher das ich diese Entscheidung bereuen würde. Und wisst ihr was: ICH bereue nichts, ich bereue absolut nichts, das einzige was ich wirklich bereue ist das ich den Gedanken hatte, mein Baby eventuell abtreiben zulassen weil ich ja vor 9 Monaten erst Mutter geworden bin.

Mir geht es nun rund um gut. Ich fühle mich sehr gut, und meinem kleinen Schatz in meinem Bauch geht es super. Er/sie entwickelt sich prächtig !!!


Michael
 
mail@pro-leben.de

 geschrieben am 23.06.2010 - 23:32
Hallo liebe Gästebuch-User,

vielen Dank für Eure Einträge in diesem Gästebuch.

Wie schon so oft erwähnt, das Gästebuch ist für Diskussionen nicht geeignet. Dafür gibt es das Forum. Link siehe Kopfleiste. Daher an dieser Stelle mal wieder mal ein "Break".

Somit also die große Bitte: Setzt Diskussionen im Forum fort, dafür ist dieses nämlich auch gedacht.

Vielen Dank für Euer Verständnis.

Gruß Michael (Team pro-leben.de)



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