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Der Kampf um das Leben: Kultur des Todes und die Stadt auf dem Berg


Salzburg (kath.net) Die Kirche bringt in erster Linie die Botschaft von Gott, von der Auferstehung, von der Vergebung der Sünden. Folgerichtig muss sie auch davon reden, was Sünde ist und worin die schlimmen und ganz schlimmen Folgen der Sünde bestehen. Je nach Akzeptanz einer bestimmten Sünde bei den Menschen und des Lügens über sie im Sinne des Schönredens muss die Kirche ihren Warnruf verstärken und wiederholen, bezüglich anderer Sünden darf sie die Warnung dem Gewissen des Einzelnen überlassen oder sogar der öffentlichen Meinung.

Was Abtreibung betrifft: Kaum eine andere Sünde bezüglich derer so schamlos gelogen wird und die für ein ganzes Volk so schreckliche Folgen hat: von dem persönlichen Trauma der betroffenen Frauen bis hin zur Zerstörung des moralischen Wissens einer ganzen Gesellschaft und, nicht zu vergessen, bis zum demographischen Tsunami, dessen Schaumkronen am Horizont schon sichtbar werden.

Darum ist es notwendig, das Thema immer wieder anzusprechen, nicht leise, sondern laut und immer wieder.

Ein weiterer Grund für diese „pastorale Belästigung“ der Menschen ist: Die Ideologie, die in ihrer extremsten Form Abtreibung sogar als Menschenrecht anerkannt wissen will, ist ein Stück weit sogar in die katholische Kirche eingedrungen. Sie wird das absolute Nein der Kirche, verwurzelt im Gebot Gottes, zwar nicht umstoßen können, aber als Häresie kann sie sich da und dort einnisten und hat es schon getan: Auf manchen Katholiken-Tagen dürfen Pro-Life-Gruppen ihre Informations-Materialien nicht verteilen, und das „Kirchenvolksbegehren“ lässt den emeritierten Theologen Hermann Häring zur Enzyklika Evangelii gaudium von Papst Franziskus schreiben: Es gebe in diesem Dokument zwar viel Gutes, aber leider auch „traditionell umstrittene, für unsere Reformideen wunde Punkte. Dieser reformfreudige Papst lehnt Abtreibung, Homosexualität, Frauenpriestertum und die Aufhebung des Zölibats ab.“

Von den anderen Themen rede ich hier nicht, nur von dem Recht auf Leben und der Leugnung dieses Rechtes durch die weltweite Abtreibungs-Ideologie: Mit seinem impliziten Ja zur Abtreibung hat sich Häring selbst exkommuniziert. Wenn es noch eines Beweise bedurft hätte: Das Kirchenvolksbegehren, das in diesem Ja offenbar die eigene Haltung dokumentiert, steht ein gutes Stück weiter außerhalb der katholischen Kirche als es zu befürchten war.

Das ist unsere Not, die zwar nicht schon „vollständige“, wohl aber teilweise schon bestehende Kirchenspaltung durch Leugnung von Glaubens- und auch Vernunft-Wahrheiten. Ihr, dieser Kirchenspaltung, muss das unser erstes ökumenische Bemühen gelten. Es besteht eine gewisse heilige Ironie darin, dass uns dabei viele Christen aus den evangelischen Gemeinschaften zu Hilfe kommen – sie sind dem Evangelium näher als so manche „Katholiken“. Gott sei Dank gibt es sie!

Gedanken der Verzweiflung? Nein, denn in derselben Kirche, in der solches geschieht, gibt es auch ganz, ganz andere Zeugen und Stimmen. Man denke an die Abstimmungen in Kroatien, in der Slowakei, in Slowenien zu Ehe und Familie, aber auch an die vielen Kundgebungen für das Leben in so vielen Städten Europas und der ganzen Welt.

Ein besonders berührendes Zeugnis einer einzelnen Frau möchte ich hier weitergeben. Er macht Mut und gibt Hoffnung, dass die Wahrheit tatsächlich nur kurz untergeht in dem Unsinn einer Ideologie, aber niemals ertrinkt. Erst vor kurzem erhielt ich folgendes Schreiben:

„Mit immer größerer Dankbarkeit habe ich Ihre Worte zum gemeinsamen Zeugnis für das Leben gelesen. Welche Ermutigung! Vergelt's Gott!! Bischöfe, die mit dem Volk gegen Abtreibung für das von Gott jedem Menschen geschenkte Leben Zeugnis geben, das wäre eine starke Geste.

Auch ich habe einen behinderten Sohn, und habe diesen Sohn als mein größtes Glück erfahren. Einem solchen Menschen würde die pränatale Diagnostik das Lebensrecht absprechen. Es gibt für einen behinderten Menschen heute keinen gefährlicheren Ort als den Mutterschoß. Niemand aber klärt eine Mutter darüber auf, was es heißt den eigenen Leib zum Grab gemacht zu haben. Mit dieser Erfahrung bleibt sie allein.

Heute ist mein Sohn Dirigent und Politiker und nach seinem letzten Konzert hat ein Zuhörer zu mir gesagt. "Das Leben ihres Sohnes hat sich wirklich gelohnt." Seien Sie dankbar, dass Sie in den Medien Gehör finden und damit viele Menschen zum Umdenken anregen dürfen.

Auch ich würde gern von den Dächern schreien, welche Katalysatoren der Liebe die behinderten Menschen sind.

In Deutschland warten wir noch auf solche mutige Verteidigung der Gebote Gottes. Gott vergelte Ihnen reich Ihr Treue zu seinem Evangelium. Vielen Dank.“

Dieses Lob beschämt mich auf der einen Seite, aber es freut mich auch auf der Anderen, zumal es allen gilt, die sich für das Leben einsetzen. Das Zeugnis dieser Frau ist wichtig für uns alle. Aber wie bzw. wer auch immer, iIn diesem großen Kampf gilt: Gott allein ist es, der uns die Kraft schenkt und letztlich den Sieg geben wird

 

Quelle: www.kath.net/news/44362 vom 07.01.2014


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